Chancengleichheit für Frauen auch auf dem Arbeitsmarkt!

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2013 erklärt die Landesvorsitzende der Saar-Grünen, Claudia Willger:

“Seit dem ersten Internationalen Frauentag sind schon 102 Jahre vergangen. Vieles von dem, was Frauen damals forderten, ist mittlerweile längst Realität. Doch wenn es um gleiche Teilhabechancen geht, leben wir immer noch mit himmelschreienden Gerechtigkeitslücken.

Das zeigt sich in vielen Bereichen – auch auf dem Arbeitsmarkt: Nach wie vor verdienen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer, auch in vergleichbaren Berufen. Im Saarland sind zwei Drittel der Frauen Geringverdiener. Obwohl Frauen oftmals die besseren Bildungsabschlüsse haben, sind sie kaum in Führungspositionen vertreten. Vorstände und Aufsichtsräte sind nach wie vor männerdominiert. Und obwohl viele Frauen, auch mit Familienpflichten, gerne mehr arbeiten würden, sind über drei Millionen Frauen in Minijobs gefangen und können somit nicht eigenständig für ihre Absicherung sorgen.

Das ist ungerecht und schadet den Frauen und ihren Familien, der Wirtschaft, der damit Fachkräfte verloren gehen, und nicht zuletzt unserem Sozialsystem, denn Abhängigkeit und Altersarmut sind oft die Folge. 

Wir wollen das ändern mit einem Gleichstellungsgesetz auch für die private Wirtschaft, das aktive Maßnahmen zur Gleichstellung einfordert und die Transparenz bei den Gehaltsstrukturen befördert. Auch die Vergabe öffentlicher Aufträge wollen wir an soziale Kriterien wie Entgelt- und Chancengleichheit koppeln, dies ist auch auf kommunaler Ebene möglich.

Wir machen Schluss mit verstaubten Rollenbildern. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen muss endlich umgesetzt werden. Dafür brauchen wir ein lückenloses Netz an Betreuungsstrukturen. Deshalb fordern wir die Mittel des unsinnigen Betreuungsgelds in den Ausbau der Kinderbetreuung zu stecken.

Auf Bundesebene fordern wir die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, der Lohndumping unterbindet und eine Eindämmung der Minijobs, da sie keine Existenzsicherung bieten. Auch die Wirtschaft ist in der Pflicht mit familienfreundlichen Maßnahmen und Arbeitszeiten auch für Männer die Erwerbstätigkeit von Frauen zu fördern. Außerdem treten wir ein für eine verbindliche Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten.

Wir stehen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern, auch und gerade auf dem Arbeitsmarkt.”

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2013 finden Sie uns von 12-14 Uhr an unserem Infostand am St. Johanner Markt.

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