Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen entgegentreten – Saarland muss sich endlich an der „Koalition gegen Diskriminierung“ beteiligen

Am morgigen 17. Mai 2014 findet zum zehnten Mal der Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie statt. Der Tag macht auf die Diskriminierung von homo- und transsexuellen Menschen aufmerksam. Die Landesvorsitzende der Saar-Grünen, Claudia Willger, und Nico Wettmann, der Sprecher der Grünen Jugend Saar, erklären zu diesem Anlass:

„Die Diskriminierung gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen ist weltweit zu finden. Auch in der Bundesrepublik Deutschland sind die Rechte von homosexuellen und transsexuellen Menschen eingeschränkt: fehlende Rechte bei der Adoption, eingetragene Lebenspartnerschaft statt Recht auf Ehe, Blutspende und Knochenmarkspende-Verbot für Homosexuelle. Aber auch im Alltag sind Homo- und Transsexuelle physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt, so ist etwa „schwule Sau“ eins der beliebtesten Schimpfwörter an Schulen. Auf unsere Initiative hin wurde die saarländische Verfassung dahingehend geändert, dass niemand wegen seiner oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Wir sind damit einen wichtigen und notwendigen Schritt gegangen, um der Diskriminierung entgegenzutreten.“, so Claudia Willger, Landesvorsitzende der Saar-Grünen.

Nico Wettmann, Sprecher der Grünen Jugend Saar: „Der Lesben- und Schwulenverband Saar übernimmt hier eine wichtige Aufgabe, indem er Jugendliche berät und wichtige Aufklärungsarbeit an Schulen leistet. Dies gilt es weiter zu fördern.“

Eine Anfrage der Landtagsfraktion der Grünen zur sexuellen Orientierung in der Jugendhilfe habe zudem transparent gemacht, dass für die derzeitige Große Koalition bezüglich der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Jugendhilfe noch viel Handlungsbedarf besteht. Menschen, die täglich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, benötigten Weiterbildungsangebote, wie sie Diskriminierungen abwehren und Coming-Outs unterstützen können.

Wettmann: „Um der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität weiter entgegenzutreten muss sich das Saarland auch endlich an der „Koalition gegen Diskriminierung“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes beteiligen.“

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