Tressel fordert Ehrenamt für Sparkassenpräsidenten

Der Generalsekretär der saarländischen Grünen, Markus Tressel, fordert im Zuge der Neubesetzung des saarländischen Sparkassenpräsidenten eine Umwandlung des bisher großzügig entlohnten Postens in ein Ehrenamt. Vor dem Hintergrund der Sparanstrengungen auf kommunaler, Kreis- und Landesebene ginge es nicht an, dass solche über die Maßen dotierten Versorgungsposten weiter beibehalten würden.

Hierzu erklärte Markus Tressel, dass als Vorbild beispielsweise der Ostdeutsche Sparkassenverband dienen könne, einem Dachverband, zu dem insgesamt 4 Bundesländer gehören. Auch das Saarland könne darüber nachdenken, zumindest mit seinem Nachbarbundesland einen solchen Dachverband zu gründen.
Allerdings scheinen im Saarland die Uhren jedoch weiter stehen geblieben zu sein, so zäh und schwerfällig Entscheidungen der Großen Koalition auf vielen Gebieten auch sein mögen, wenn es darum gehe, das Fell des Bären in Form von gut dotierten Posten zu verteilen, herrsche offenbar schnell Einigkeit. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb im Zuge der anhaltenden Spardiskussionen nicht über einen ehrenamtlichen Posten des Sparkassenpräsidenten diskutiert würde. Gleichzeitig habe beispielsweise die Sparkasse Saarlouis für 2015 die Girokonten für Vereine neuerdings kostenpflichtig gemacht, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Tressel forderte die Landesregierung auf, anstatt an einer möglichst schnellen Neubesetzung dieses Postens über die Umwandlung ebendieses in eine ehrenamtliche Stelle zu diskutieren und damit der saarländischen Bevölkerung ein deutliches Zeichen zu geben, dass Sparanstrengungen nicht nur eine Einbahnstraße sein müssen.

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