Grüne fordern 55 neue Grundschul-Studienplätze

Tressel: Lehrermangel in neuer Ziel- und Leistungsvereinbarung mit Universität entgegenwirken

Die Saar-Grünen haben Ministerpräsident Hans aufgefordert, den gravierenden Mangel an Grundschullehrern im Rahmen der demnächst anstehenden Novellierung der Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen Staatskanzlei und Universität aktiv entgegenzuwirken. Die Zahl der Studienplätze, so Grünen-Landeschef Tressel, müsse um 55 auf 100 pro Semester erhöht und der Universität dafür die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

„Bildungsminister Commerçon redet trotz zahlreicher Warnrufe von Verbänden, Eltern und Wissenschaftlern den Lehrermangel an den Grundschulen seit geraumer Zeit einfach klein. Dabei muss sein Ministerium schon Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Schulformen einsetzen, um die Personalisierung an den Grundschulen halbwegs sicherzustellen. Die Brandbriefe von Grundschuleltern wegen wochenlangen Unterrichtsausfalls aus dem Frühjahr belegen, dass das System offenbar kurz vor dem Kollaps steht“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Leidtragende seien die Schülerinnen und Schüler. Tressel: „Der Lehrermangel ist durchaus hausgemacht. Die Studienplätze für das Grundschullehramt an der Saar-Uni wurden ab dem Wintersemester 2014/2015 von ehemals 60 auf zunächst 30 halbiert. Auch mit derzeit 45 Studienplätzen bleibt man immer noch deutlich von der ursprünglichen Zahl entfernt.“ In der Zwischenzeit sei zudem auch noch die Schülerzahl gestiegen.

Ministerpräsident Hans müsse den Lehrermangel an den Grundschulen umgehend zur Chefsache machen. Tressel: „Bei der in den nächsten Wochen anstehenden Novellierung der Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen Staatskanzlei und Universität für den Zeitraum von 2019 bis 2022 muss dem Lehrermangel aktiv entgegengewirkt werden. Die Studienplätze für das Lehramt an Grundschulen müssen dabei von derzeit 45 auf 100 erhöht und der Universität dafür die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann man dem starken Bedarf durch das jahrelange Defizit an Studienplätzen und der gestiegenen Schülerzahl gerecht zu werden.“

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