E-Autos: Ladesäulenausbau im Saarland stagniert

Tressel: Verkehrsministerin Rehlinger kommt auf vernichtende Zwischenbilanz

Als Reaktion auf den weiterhin schleppenden Ausbau der Elektromobilität in Deutschland weisen die Saar-Grünen auf die vernichtende Zwischenbilanz beim Ladesäulen-Ausbau im Saarland hin. Die landesweit lediglich fünf Schnellladesäulen seien ein Tropfen auf den heißen Stein und könnten niemanden motivieren, sich ein Elektrofahrzeug zuzulegen. Grünen-Landeschef Tressel hat Verkehrsministerin Rehlinger vorgeworfen, den dringend notwendigen Ausbau seit Jahren zu verschlafen. Eine flächendeckende Versorgung mit Schnellladesäulen sei jedoch eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Elektromobilität im Saarland.

„Wie aus dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur hervorgeht, gibt es im Saarland bis heute lediglich fünf Schnellladesäulen. Dies ist eine vernichtende Zwischenbilanz für eine Verkehrsministerin, die mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen möchte“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Auch bei den nur bedingt alltagstauglichen Normalladesäulen stagniere der Ausbau seit Jahren weitestgehend. Tressel: „Seit Inkrafttreten der Ladesäulenverordnung im März 2016 wurden bislang lediglich vier neue Säulen der Bundesnetzagentur gemeldet. Mit den vor März 2016 errichteten Ladesäulen kommt das Saarland der letzten Erhebung zufolge somit auf nur etwa 70 Lademöglichkeiten.“

Eine flächendeckende Versorgung sei jedoch eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Elektromobilität. Tressel: „Verkehrsministerin Rehlinger muss ihrer Verantwortung beim Ausbau der Elektromobilität im Saarland endlich nachkommen. Wir benötigen dringend eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Der Fokus muss dabei auf Schnellladesäulen liegen, die in Ballungszentren alle fünf Kilometer und im ländlichen Raum wenigstens alle zehn Kilometer den Autofahrinnen und Autofahrer zur Verfügung stehen müssen.“

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