500 zusätzliche Wohnheimplätze schaffen

Tressel: Studentischer Wohnraum zu sozialverträglichen Preisen ist elementar für die Bildungsgerechtigkeit

Als Reaktion auf die schwierige Wohnraumsituation für Studierende fordern die Saar-Grünen die Landesregierung auf, dauerhaft 500 zusätzliche Wohnheimplätze zu schaffen. Die Versorgung mit Wohnheimplätzen im Saarland liege unter dem Durchschnitt. Alleine durch die Schließung des maroden Wohnheims D fehlten 260 dringend notwendige Zimmer. Hohe Mieten und die seit Jahren angespannte Lage beim studentischen Wohnraum belegten den akuten politischen Handlungsbedarf. Die Landesregierung müsse die angespannte Wohnraumsituation für Studierende im Rahmen eines Masterplans „Studentisches Wohnen“ unter Einbindung der Landeshaupstadt dauerhaft lösen. Grünen-Landeschef Tressel betont, die Wohnraumfrage sei elementar für die Bildungsgerechtigkeit junger Menschen und für die Attraktivität des Hochschulstandorts Saarland.

„Wie das Moses-Mendelssohn-Institut in einer kürzlich veröffentlichten Studie festgestellt hat, ist das Saarland bei Wohnheimplätzen unterdurchschnittlich versorgt. Dieser Umstand überrascht nicht, fehlen doch seit Jahren durch die Schließung des maroden Wohnheims D an der Universität bereits 260 dringend notwendige Zimmer für Studierende. Die Landesregierung ist bis heute nicht willens, diese Wohnheimplätze zu ersetzen oder gar zusätzliche einzurichten. Lieber versteckt sie sich auf dem Rücken der Studierenden hinter privaten Investoren und Banken“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Die Folgen seien gravierend. Tressel:“Auch in diesem Herbst herrscht wieder der alljährliche massive Nachfragedruck von Erstsemestern auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt. Dabei ist preisgünstiger Wohnraum in Saarbrücken ohnhin knapp. Wer jungen Menschen zumutet, im Schnitt über 300 Euro für Wohnraum zu zahlen, koppelt den Zugang zu universitärer Bildung an den Geldbeutel der Studierenden und ihrer Eltern. Die Wohnraumfrage ist somit elementar für die Bildungsgerechtigkeit junger Menschen. Zudem leidet der ohnehin gebeutelte Hochschulstandort Saarland. Dabei ist das Land dringend darauf angewiesen, dass möglichst viele junge Menschen ein Studium aufnehmen.“

Der Grünen-Politiker sieht akuten politischen Handlungsbedarf und fordert Ministerpräsident Hans nachdrücklich auf, einen Masterplan „Studentisches Wohnen“ unter Einbindung der Landeshaupstadt zu erarbeiten. Tressel: „Wir benötigen 500 neue Wohnheimplätze für Studierende, um die 260 weggefallenen Zimmer des maroden Wohnheims D zu kompensieren und der angespannten Wohnraumsituation endlich dauerhaft entgegenzuwirken. Zugleich muss auch der Ausbau anderer studentischer Wohnformen durch Anreizsysteme und Initiativen wie generationenübergreifenes Wohnen forciert werden.“

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