Tressel fordert Sonderprogramm für barrierefreie Bahnhöfe im Saarland

Der Bundestagsabgeordnete und Generalsekretär der saarländischen Grünen Markus Tressel hat von Bahn und Bund mehr Geld für die Sanierung saarländischer Bahnhöfe gefordert. Hintergrund ist die aktuelle Rangliste der Allianz pro Schiene auf Basis von Daten der Bahn, nach denen Berlin und Schleswig-Holstein die Spitzenreiter im Bereich barrierefreier Bahnhöfe mit jeweils 94 Prozent der Bahnhöfe sind. Den Bundesschnitt von knapp 75 % unterbietet das Saarland mit gerade einmal 49 % deutlich und ist wie bereits 2012 ermittelt in diesem Bereich weiterhin bundesweit Schlusslicht.

Tressel: „Aus dem vergangene Woche angekündigten Sonderprogramm von 50 Millionen Euro, um kleinere Haltepunkte barrierefrei umzubauen, muss ein deutlicher Anteil ins Saarland fließen, um die katastrophale Quote bei barrierefreien Zugängen auf Bahnhöfen deutlich zu verbessern. Das Saarland ist in den vergangenen Jahren von der Bahn regelrecht abgekoppelt worden.“ Hinzu käme vielfach ein verwahrloster Gesamtzustand, so der Grünen-Politiker. Saarlands „verbarrikadierte Bahnhöfe“ machten zudem beispielsweise eine kombinierte Nutzbarkeit von Schiene und Fahrrad unmöglich. Für Reisende mit Kinderwägen und Gehhilfen ist der Bahnhof vielfach ohne fremde Hilfe nicht nutzbar.
Tressel: „Auch vor dem Hintergrund des fortschreitenden demographischen Wandels besteht hier dringender Handlungsbedarf. Bahn, Bund und Land sind in der Pflicht, jetzt die notwendigen Mittel bereit zu stellen, aus dem aktuellen Sonderprogramm und auch aus anderen Programmen.“

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