Saarland-Marketing: Bessere Bedingungen statt Plakate

Tressel kritisiert substanzlose Imagepflege durch die Landesregierung

Der Generalsekretär der Grünen-Saar und Bundestagsabgeordnete Markus Tressel fordert ein Konzept zur nachhaltigen Regionalentwicklung im Saarland. Tressel sagte dazu in Berlin:

„Ich habe nichts dagegen, dass wir auch bewerben, wie lebenswert das Saarland gerade als kleines Bundesland in einer Grenzregion ist. Mit schönen Plakaten allein löst man das Imageproblem des Saarlandes aber nicht. Denn hinter der Kampagne muss auch Substanz stecken! Wer 0 Euro in Fahrradwege steckt, dem helfen auch 1,8 Millionen Euro für Plakate wenig. Und dass die Bahn jetzt den Fernverkehr ins Saarland fast komplett stilllegt, schadet mehr als jedes Plakat rausreißen kann! Ohne ein schlüssiges Konzept für eine nachhaltige Regionalentwicklung bleibt es bei schönen Worten und bunten Bildern. Um das Image des Saarlandes wirklich zu verbessern, brauchen wir schnellstens einen ressortübergreifenden Ansatz. Den kann ich bei der Landesregierung allerdings überhaupt nicht erkennen.

Wir stehen im Saarland vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen, allen voran der demografische Wandel und der wirtschaftliche Strukturwandel. Unter diesen Bedingungen ist es Aufgabe der Politik, eine zukunftsfähige, lebenswerte Region zu gestalten. Das bedeutet beispielsweise, dass wir eine gute Verkehrsanbindung an den Fernverkehr brauchen, dass wir auch ohne Auto vor Ort mobil sein müssen, dass wir gute Bedingungen für junge Familien durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen und dass wir Forschung und Innovation fördern müssen. Ganz zentral sind gute Bedingungen für kleine und mittlere Unternehmen, die besonders im Saarland mit dem Fachkräftemangel konfrontiert sind. Das sind Dinge, die wir brauchen! Dann tut sich auch was am Image.“

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