Welt-AIDS-Tag 2017: Grüne fordern mehr Finanzmittel für Aufklärungs- und Präventionsarbeit

Schöpfer: Haushaltsmittel um 10.000 € aufstocken – Neuinfektionen weiter senken

Anlässlich des 29. Welt-AIDS-Tags, der jährlich am 1. Dezember stattfindet, haben die saarländischen Grünen mehr Finanzmittel für Aufklärungs- und Präventionsarbeit gefordert. Landes-Chefin Tina Schöpfer forderte die Große Koalition auf, die Haushaltsmittel des Landes für die AIDS-Hilfe Saar und das Projekt BISS um jährlich 10.000 Euro aufzustocken.

Schöpfer erklärt dazu: „Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben sich im Jahr 2016 im Saarland rund 30 Personen mit dem HI-Virus infiziert. Insgesamt leben hier rund 900 Menschen mit dem Erreger. Seit dem Jahr 2006 ist die Zahl der Neuinfektionen auf einem durchgängig niedrigen Niveau geblieben. Diese Entwicklung verdeutlicht die hervorragende Präventionsarbeit, die die AIDS-Hilfe Saar in den vergangenen Jahren geleistet hat. Es muss unser Bestreben sein, den Verein mit ausreichend Finanzmitteln zu unterstützen, um die Zahl der Neuinfektionen weiter zu senken. Deshalb fordern wir die Große Koalition auf, die Haushaltsmittel des Landes für die AIDS-Hilfe Saar und das Projekt BISS um jährlich 10.000 Euro aufzustocken. Wie nötig eine intensive Aufklärungsarbeit hinsichtlich des HI-Virus auch heute noch ist, zeigt sich daran, dass deutschlandweit 12.600 Menschen nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist aber wichtig, um zeitnah Therapien in die Wege zu leiten und damit die Lebenserwartung der Betroffenen deutlich zu erhöhen.“

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