Grüne: Historische Chance zur Cattenom-Abschaltung nicht verstreichen lassen

Tressel: Cattenom-Abschaltung muss auf Agenda der neuen Bundesregierung

Anlässlich der bekanntgewordenen Absicht Frankreichs, den Atomanteil am Strom erst bis 2035 auf 50 Prozent zu senken – und somit erst zehn Jahre später als ursprünglich geplant, haben die saarländischen Grünen ihre Forderung nach bilateralen Verhandlungen über die Pannenreaktoren in Cattenom erneuert. Dabei müsse Paris auch entsprechendes Energiewende-Knowhow sowie konkrete Unterstützung beim Rückbau der Pannenreaktoren angeboten werden.

„Mit der Absicht der französischen Regierung, den Atomanteil am Strom erst 2035 auf 50 Prozent zu senken und damit zehn Jahre später als ursprünglich geplant, könnte die historische Chance zur Abschaltung von Cattenom durch die neue, eigentlich eher atomkritische französische Regierung langsam schwinden. Die beiden saarländischen CDU-Vertreter bei den Koalitionsverhandlungen, Kramp-Karrenbauer und Altmaier, müssen die Initiative für die Cattenom-Abschaltung daher bei den Koalitionsverhandlungen mit Nachdruck unterstützen“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Wer die Abschaltung von Cattenom wirklich wolle, müsse diese Chance ergreifen und dürfe sich nicht weiter wegducken. Tressel: „Bisher hat Bundesminister Altmaier als Mitglied der Bundesregierung keine ernsthafte Anstrengung unternommen, überhaupt eine Verhandlungsbasis mit Frankreich in dieser Frage zu schaffen. Die neue Bundesregierung muss zügig bilateral mit Paris über die Abschaltung verhandeln, dann existiert eine wirkliche Chance auf Schließung der Pannenreaktoren. Dabei hat sie entsprechendes Energiewende-Knowhow ebenso anbieten, wie ganz konkrete Unterstützung beim Rückbau der Pannenreaktoren.“

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