Hitzewelle: Wald- und Flurbrandbekämpfung verbessern

Tressel: Neue luxemburger Hubschrauber vertraglich für das Saarland nutzbar machen

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Hitzewelle mit starker Waldbrandgefahr weisen die Saar-Grünen auf die Notwendigkeit eines verbesserten Wald- und Flurbrandschutzes im Saarland hin. Die Feuerwehren müssten besser ausgestattet und ausgebildet werden, um die Herausforderungen kommender Sommer in Folge des zunehmenden Klimawandels auch bewältigen zu können. Grünen-Landeschef Tressel hat zugleich Innenminister Bouillon aufgefordert, das Gespräch mit Luxemburg zu suchen, um dessen neue Hubschrauber für den saarländischen Waldbrandschutz vertraglich nutzbar zu machen. Das Großherzogtum habe erst vor wenigen Tagen zwei neue Hubschrauber für Armee und Polizei bestellt und plane bis 2024/25 weitere Militärhubschrauber zu beschaffen.

„Die anhaltende Hitzewelle mit der verbundenen starken Trockenheit führt uns allen vor Augen, wie notwendig ein effektiver Wald- und Flurbrandschutz bereits heute ist. Der Klimawandel sorgt dafür, dass zukünftig wohl mit noch höheren Lufttemperaturen und stärkerer Trockenheit zu rechnen ist, was die Brandgefahr weiter erhöht“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar. Agrarwirtschaftliche Nutzflächen wie Getreide und Mais sowie die sich im Saar-Wald in Teilen immer noch befindlichen Fichten-Monokulturen verstärkten das Risiko.

Die Ausstattung der Feuerwehren im Saarland müsse daher im Hinblick auf die Wald- und Flurbrandbekämpfung verbessert werden. Tressel: „Wir brauchen eine bessere materielle Ausstattung für die Feuerwehren für den Wald- und Flurbrandschutz. Dazu gehören etwa Feuerwehrfahrzeuge mit größeren Löschtanks oder Drohnen zur Aufklärung aus der Luft.“ Zugleich müsse die Ausbildung in Sachen Wald- und Flurbränden verbessert werden. „Aus- und Fortbildungsangebote an der Landesfeuerwehrschule müssen auf die Herausforderungen des Klimawandels besser eingehen.“

Notwendig sei aber auch der schnelle Zugriff auf Löschhubschrauber, gerade im dicht besiedelten Saarland. Viele Bundeswehrhubschrauber befänden sich jedoch in Einsätzen außerhalb Deutschlands. Polizeihubschrauber von Bundespolizei und benachbarter Landespolizeien könnten meist nur kleine Löschwasserbehälter transportieren. Tressel weiter: „Innenminister Bouillon muss das Gespräch mit Luxemburg suchen, um dessen neue Hubschrauber für die Wald- und Flurbrandbekämpfung im Saarland vertraglich nutzbar zu machen.“ Das Großherzogtum habe erst vor wenigen Tagen zwei neue Hubschrauber für Armee und Polizei bestellt und plane darüber hinaus bis 2024/25 weitere schwerere Militärhubschrauber zu beschaffen.

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