Jeanne Dillschneider, MdB und Landesvorsitzende der Grünen im Saarland, zum aktuellen Stromausfall in Berlin [1]: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse brauchen wir auch im Saarland dringend einen Katastrophenschutzplan für Stromausfälle, der realistisch ist, regelmäßig geübt wird und die Arbeit der vielen engagierten Hilfsorganisationen besser bündelt. Gleichzeitig muss für mehr Redundanzen im Stromnetz sowie deutlich mehr Notstromaggregate für die kritische Infrastruktur und Sicherheitsbehörden gesorgt werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass bislang weniger als die Hälfte der Polizeiinspektionen im Saarland mit Notstrom abgesichert ist. [2] Hier ist vor allem auch Innenminister Reinhold Jost in der Pflicht, die Bevölkerung für Katastrophenfälle stärker zu sensibilisieren und für eine funktionierende Krisenkommunikation zu sorgen.“
„Unsere vermeintlich stabile Infrastruktur kann schnell an ihre Grenzen geraten. Die Erfahrung, wie verletzlich unsere Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen sind und wie entscheidend eine gute Vorbereitung und Koordination sind, um handlungsfähig zu bleiben, mussten wir im Saarland bereits beim Pfingsthochwasser im Jahr 2024 machen. Der Stromausfall in Saarbrücken Ende September 2025 hat uns erneut den bestehenden Handlungsbedarf vor Augen geführt. Schon ein zeitlich begrenzter Ausfall reichte aus, um den Verkehr, die medizinische Versorgung und den Handel massiv zu beeinträchtigen. Zusammengenommen zeigen diese Ereignisse, dass das Saarland seine Vorsorge für Stromausfälle und andere Katastrophen systematischer und verbindlicher aufstellen muss“, erläutert Dillschneider ihre Forderungen.