Zur Vorstellung der Machbarkeitsstudie zum Bahnverkehr zwischen Saarbrücken und Luxemburg erklärt Hanko Zachow, Generalsekretär der Saar-Grünen: „Die Landesregierung gibt erneut viel Geld für eine Studie aus, die im Ergebnis kaum mehr liefert als längst bekannte Binsenweisheiten. Statt konkrete Perspektiven für eine bessere Schienenanbindung an Luxemburg zu eröffnen, bleibt die Machbarkeitsstudie in wesentlichen Punkten vage und ohne praktischen Nutzen.“
So seien zentrale Aussagen, etwa zur möglichen Verlängerung bestehender Fernverkehrsverbindungen, wie beispielsweise des ICE München–Saarbrücken nach Luxemburg, oder zu neuen Regionalverkehren, wenig überraschend und ohne belastbare Umsetzungsstrategie. Kapazitätsengpässe auf stark frequentierten Abschnitten, wie auf den Strecken Metz–Luxemburg oder Saarbrücken–Dillingen, würden zwar benannt, aber nicht lösungsorientiert aufgearbeitet. Entscheidend relevante Fragen, etwa zur tatsächlichen Realisierbarkeit neuer Verbindungen unter den gegebenen infrastrukturellen Bedingungen, blieben unbeantwortet.
Besonders kritisch bewerten die Saar-Grünen, dass eine potenziell zukunftsweisende Direktverbindung über Dillingen–Bouzonville–Thionville in der Studie vollständig ausgeblendet wird, obwohl auf französischer Seite konkrete Bestrebungen zur Reaktivierung dieser Strecke bestehen. „Hier wird eine echte Chance für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr schlicht ignoriert“, so Zachow.
„Was das Saarland braucht, sind umsetzbare Konzepte mit echtem Mehrwert für die Pendler:innen. Was wir hingegen nicht brauchen, sind teure Studien, die bekannte Probleme neu beschreiben, aber keine Lösungen liefern“, so der Generalsekretär anschließend.