Die Studie „Die Lebensrealität des Saarlands in 16 Personas“ der Public Good GmbH von 2025 im Auftrag der Arbeitskammer des Saarlandes zeigt deutlich, dass nur rund ein Drittel der Haushalte größere Investitionen wie eine energetische Sanierung oder den Heizungstausch aus eigener Kraft stemmen kann und dass über 40 Prozent ohne Unterstützung strukturell überfordert sind. [1] Viele Gebäude sind unsaniert, die Einkommen oft unterdurchschnittlich, zahlreiche Häuser gehören privaten Eigentümer:innen mit geringen Rücklagen.
Dazu erklärt Volker Morbe, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen: „Diese Reform ist ein Desaster. Sie öffnet erneut die Tür für fossile Heizungen und setzt auf eine sogenannte Grüngas-Quote, bei der völlig unklar ist, woher diese Gase kommen und was sie künftig kosten werden. Für viele Haushalte im Saarland ist das kein Fortschritt, sondern ein riskantes Experiment mit ihren Heizkosten. Statt klare Leitplanken für eine bezahlbare Wärmewende zu setzen, schafft dieses Gesetz Chaos und Unsicherheit. Es drohen steigende Kosten, neue Abhängigkeiten von fossilem Gas und eine Verschiebung der Probleme in die Zukunft. Leidtragende sind die Eigentümer:innen und Mieter:innen gleichermaßen. Die einen können notwendige Investitionen kaum stemmen, die anderen haben keinen Einfluss, zahlen aber am Ende die Rechnung. Wir brauchen verlässliche Förderungen und klare Regeln für erneuerbare Wärme, keine Rolle rückwärts in alte Abhängigkeiten.“