Anlässlich des bevorstehenden bundesweiten Hitzeaktionstags fordern die Saar-Grünen deutlich mehr Anstrengungen beim Schutz der Bevölkerung vor den Folgen extremer Hitze. Die erste Hitzewelle des Jahres 2026 hatte bereits Ende Mai das Saarland erreicht und zeigte eindrücklich, dass die Klimakrise längst Realität ist.
„Dass wir schon Ende Mai die erste Hitzewelle erlebt haben, macht deutlich, wie dringend wir handeln müssen. Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern, insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen, ein ernstes Gesundheitsrisiko“, erklärt Volker Morbe, Landesvorsitzender der Saar-Grünen.
Nach Ansicht der Grünen im Saarland reiche es nicht aus, die Risiken zu benennen oder unverbindliche Maßnahmenkataloge vorzulegen. Notwendig seien konkrete Investitionen in Hitzeschutz und die Klimaanpassung. Dazu gehörten mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen, die Schaffung und Kennzeichnung kühler Aufenthaltsorte, die Begrünung von Städten und Gemeinden sowie der konsequente Umbau zu sogenannten Schwammstädten, die Regenwasser speichern und Hitzebelastungen reduzieren.
Kritisch sehen die Saar-Grünen, dass zwar vielerorts wie beispielsweise in Saarbrücken Strategien und Aktionspläne erarbeitet werden, konkrete Zeitpläne und Finanzierungszusagen jedoch fehlen. „Die Menschen brauchen keine weiteren Absichtserklärungen, sondern wirksame Maßnahmen. Hitzeschutz muss zur kommunalen Pflichtaufgabe werden und von Bund und Ländern ausreichend finanziert werden“, so Morbe.
Die Saar-Grünen betonen zudem, dass Klimaanpassung und Klimaschutz untrennbar zusammengehören. „Jede Maßnahme gegen die Erderhitzung ist auch eine Maßnahme für den Gesundheitsschutz. Wer die Folgen extremer Hitze begrenzen will, muss gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien, den natürlichen Klimaschutz und eine nachhaltige Verkehrspolitik voranbringen“, erklärt Morbe abschließend.