Die Saar-Grünen fordern neben einer sicheren und langfristigen Finanzierung eine Ausweitung des Projekts „Housing First“ auf alle Landkreise im Saarland. Wohnungslosigkeit ist kein auf einzelne Städte begrenztes Problem, sondern betrifft das ganze Land.
Seit rund fünf Jahren gelingt es dem Projekt „Housing First“ der Diakonie Saar, wohnungslosen Menschen eine eigene Wohnung mit Mietvertrag zu vermitteln. Aktuell ist das Projekt in Saarbrücken angesiedelt und wurde erfolgreich auf Völklingen erweitert. Insgesamt konnten bereits etwa 50 Menschen dauerhaft in eigenen Wohnraum vermittelt werden. Gefördert wird das Projekt durch das saarländische Sozialministerium.
Dazu Volker Morbe, Landesvorsitzender der Saar-Grünen: „Die Grundidee von Housing First ist klar und überzeugend. Gegen Wohnungslosigkeit hilft eine Wohnung. Erst wenn Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf haben, können sie sich um Gesundheit, Ausbildung, Arbeit, Suchtbewältigung oder familiäre Stabilisierung kümmern. Begleitet werden sie dabei von Sozialarbeiter:innen der Diakonie Saar, die bei Bedarf unterstützend zur Seite stehen.“
„Housing First zeigt eindrucksvoll, dass ein menschenwürdiger und pragmatischer Ansatz wirkt“, erklärt Volker Morbe. „Wenn die Landesregierung Wohnen als Grundrecht wirklich ernst nimmt, muss sie dafür sorgen, dass dieses erfolgreiche Modell zukünftig saarlandweit umgesetzt wird.“
Gleichzeitig stoßen die engagierten Mitarbeitenden des Projekts immer wieder an Grenzen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich, vor allem, weil bezahlbarer Wohnraum fehlt und die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt zunimmt.
„Soziale Sicherheit darf keine Frage des Zufalls sein“, so Morbe weiter. „Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Housing First im ganzen Saarland verfügbar wird und allen Menschen eine echte Perspektive eröffnet. Eine solidarische Gesellschaft zeigt sich daran, wie sie mit denjenigen umgeht, die am dringendsten Unterstützung brauchen.“