Grüne fordern endlich landesweites Schwimmbadkonzept für das Saarland

Zum weiterhin fehlenden landesweiten Schwimmbadkonzept im Saarland [1] erklärt Volker Morbe, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar: „Schwimmen ist Daseinsvorsorge und trotzdem fehlt im Saarland bis heute ein verbindliches, landesweites Schwimmbadkonzept. Das ist angesichts maroder Bäder, steigender Kosten und wachsender regionaler Engpässe nicht länger hinnehmbar. Wir brauchen dieses Konzept endlich als belastbare Grundlage für die Zuteilung von Investitionsmitteln.“

Morbe betont, dass ein solches Konzept deutlich mehr leisten müsse als eine reine Betrachtung der Erreichbarkeit von Bädern im Freizeitbereich: „Ein zukunftsfähiges Schwimmbadkonzept muss auch ausreichend Wasserzeiten für den Schulschwimmunterricht, den Vereins- und Leistungssport sowie für die Ausbildung und Arbeit der Wasserrettung sicherstellen. Genau hier erleben wir schon heute regionale Engpässe, die sich weiter verschärfen werden, wenn nicht gegengesteuert wird.“

Neben der Investitionsfrage fordert der Landesvorsitzende ein zusätzliches Landesförderprogramm für den laufenden Betrieb: „Die Kommunen stehen nicht nur beim Neubau oder der Sanierung unter Druck, sondern vor allem bei den dauerhaft steigenden Betriebskosten. Wer Schwimmbäder erhalten will, darf die Kommunen damit nicht allein lassen. Ein Landesförderprogramm für Betriebskosten ist deshalb zwingend notwendig.“

Auch beim Fachkräftemangel sieht Morbe dringenden Handlungsbedarf. Der schulische Teil der Ausbildung zur Fachangestellten bzw. zum Fachangestellten für Bäderbetriebe findet für saarländische Auszubildende derzeit in Rheinland-Pfalz, etwa in Trier, statt: „Wenn wir die Ausbildung in einem ausgewiesenen Mangelberuf attraktiver machen wollen, müssen wir auch die Wege verkürzen. Es ist sinnvoll und notwendig, Berufsschulangebote für Mangelberufe wie diesen auch an saarländischen Berufsbildungszentren anzusiedeln.“

Abschließend stellt Morbe klar: „Ein landesweites Schwimmbadkonzept ist überfällig. Es ist der Schlüssel für eine gerechte Mittelverteilung, für den Erhalt der Schwimminfrastruktur und für sichere Schwimm- und Ausbildungsangebote im ganzen Land.“

[1] https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/landespolitik/das-saarland-hat-zu-viele-schwimmbaeder-befragung-zeigt-bittere-erkenntnis_aid-143538225