Forderung nach technischem Geschäftsführer: Saar-Grüne zur Neubesetzung der EVS-Geschäftsführung

Die Saar-Grünen fordern im Zuge der anstehenden Neubesetzung klare Zuständigkeiten innerhalb der Geschäftsführung des EVS. Ein Verband wie der EVS braucht in der Geschäftsführung technisches Know-how, das eigenständig Verantwortung trägt und klar definiert ist. Angesichts wachsender Anforderungen im Abfall- und Infrastrukturmanagement müsse die Leitung künftig klar fachlich ausgerichtet sein.

Der Generalsekretär der Saar-Grünen, Hanko Zachow, erklärt: „Die Herausforderungen im Bereich Abfall- und Infrastrukturmanagement sind, nicht zuletzt wegen des bestehenden Investitionsstaus, enorm. Deshalb braucht es zwingend auch eine technisch qualifizierte Führungsebene. Entscheidungen dürfen sich ausschließlich an Kompetenz und nachweisbarer Expertise orientieren, nicht an parteipolitischen Erwägungen.“

Nach Auffassung der Saar-Grünen müsse der Besetzung ein offenes und transparentes Auswahlverfahren mit klar definierten fachlichen Kriterien vorausgehen.

Darüber hinaus stellen die Grünen im Saarland sowohl den Parteienproporz als auch das Modell einer doppelten Geschäftsführung grundsätzlich in Frage. Angesichts der im Bundesvergleich überdurchschnittlichen Gebührenbelastung im Saarland müsse jede Struktur darauf ausgerichtet sein, Effizienz zu steigern und Kosten zu begrenzen.

Mit Blick auf die jüngsten Diskussionen rund um den sogenannten NVG-Filz sehen die Saar-Grünen insbesondere die SPD in der Pflicht: „Nach den Vorgängen der letzten Monate steht die SPD in besonderer Verantwortung, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Schon der Eindruck, es gehe vorrangig um die Versorgung verdienter Bürgermeister, muss unbedingt vermieden werden. Die Menschen erwarten Transparenz, Professionalität und nachvollziehbare Entscheidungen“, so Zachow abschließend.