Verunsicherung durch Ministerium: Saar-Grüne kritisieren Umgang mit Medienausleihe

Die widersprüchlichen Aussagen des saarländischen Bildungsministeriums zur „Landesweiten Systematischen Medienausleihe 2.0“ (LSMS) sorgen für erhebliche Verunsicherung bei Eltern und Schulen. In einem Elternbrief wird der Eindruck erweckt, dass Schulen ohne Teilnahme an der LSMS künftig keine Tablets und Lernmittel mehr erhalten, während das Ministerium kurz darauf gegenüber der Presse klarstellt, dass die Ausstattung weiterhin gesichert sei. [1]

Dazu Volker Morbe, Landesvorsitzender der Grünen im Saarland: „Eltern und Schulen haben ein Recht auf klare und verlässliche Aussagen. Dieses Hin und Her ist nicht akzeptabel. Es stellt sich die Frage, ob das Ministerium hier bereits zurückrudert oder ob von Anfang an schlecht gearbeitet wurde. Der Verdacht liegt nahe, dass der ursprüngliche Brief als Druckmittel gedacht gewesen ist. Wenn Schulen auf diese Weise zur Teilnahme gedrängt werden sollen, untergräbt das Vertrauen und beschädigt die Zusammenarbeit nachhaltig.“

„Die widersprüchlichen Aussagen zeigen, dass es ein erhebliches Steuerungsproblem im Ministerium gibt. Wir Grünen im Saarland fordern eine schnelle und vollständige Aufklärung sowie eine klare und einheitliche Kommunikation gegenüber Schulen und Eltern. Es muss eindeutig sichergestellt werden, dass kein Kind benachteiligt wird. Gleichzeitig braucht die Medienausleihe insgesamt eine Überarbeitung, die Qualität und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt“, so der Landesvorsitzende abschließend.

[1] https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/medienausleihe-an-schulen-im-saarland-verwirrung-um-elternbrief-des-ministeriums_aid-145999889