Flüchtlingshilfe: Grüne weisen Lorig-Vorwürfe zurück

Die Grünen haben die aktuellen Vorwürfe des Präsidenten des saarländischen Städte- und Gemeindetags, Klaus Lorig, zur Flüchtlingsunterbringung zurückgewiesen. Die angegriffenen Aussagen der Grünen-Landesvorsitzenden Claudia Willger zur Motivation einiger Bürgermeister bei der Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlingen seien berechtigt und würden nicht nur durch Aussagen von Lorigs Parteifreund, Innenminister Klaus Bouillon, gestützt.

Grünen-Generalsekretär Markus Tressel erklärt hierzu: „Bei allem hervorragenden Engagement der allermeisten Kommunen gibt es ganz offenbar auch solche, die die Problematik nicht ernst genug nehmen. Darauf hat auch der Innenminister mehrfach hingewiesen. Wir gehen davon aus, dass der Innenminister den Überblick über die Aktivitäten der Kommunen hat. Deshalb wäre Lorig gut beraten, sich mit seinem Parteifreund auseinanderzusetzen und nicht mit uns.“

Zudem, so Tressel weiter, hätten sich auch einige Bürger bei den Grünen gemeldet, die Kommunen Wohnraum für Flüchtlinge angetragen hätten und dort abgewiesen worden seien. Dies lasse den Schluss zu, dass es in einigen Kommunen mindestens ein Versagen hinsichtlich des Managements der Wohnraumbeschaffung gebe.  Auf nicht mehr und nicht weniger habe Willger hingewiesen.

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