Kleine Bäckereien und Fleischereien stärken – Wettbewerbsvorteile für Großbetriebe abschaffen

Papier von Hofreiter und Tressel:
Kleine Bäckereien und Fleischereien stärken – Wettbewerbsvorteile für Großbetriebe abschaffen

Der Sprecher für Ländliche Räume der Grünen Bundestagsfraktion, Markus Tressel, setzt zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter das Lebensmittelhandwerk auf die politische Agenda. In einem gemeinsamen Papier stellen sie ihr Grünes Sofortprogramm vor, um kleinen Betrieben im Wettbewerb den Rücken zu stärken. Tressel erklärte dazu:

„Es ist höchste Zeit, Wettbewerbsvorteile für Großbetriebe in der Lebensmittelproduktion abzuschaffen. Um handwerkliche Produktion zu stärken, müssen wir Kleinbetriebe von unnötiger Bürokratie entlasten. Denn im Gegensatz zu Großbäckereien, die eigene Bürokräfte anstellen können, muss der Bäckermeister alles in seiner Arbeitszeit selbst erledigen. Wir müssen Berichts- und Statistikpflichten entrümpeln! Ein weiteres Beispiel ist die EEG-Umlage: Hier werden Großbetriebe entlastet, während Handwerksbetriebe ihren Anteil zur Energiewende beitragen. Wir sagen: Schluss mit dieser Privilegierung!“

In ihrem gemeinsamen Papier gehen Hofreiter und Tressel darüber hinaus noch auf die Arbeitsbedingungen, den Fachkräftenachwuchs und die Unternehmensübergabe ein. Verbindliche Schülerpraktika in allen Schulformen, eine Ausbildungsgarantie, eine behördliche Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer und ein transparentes Kammerwesen sorgen für gutes Handwerk von morgen. Tressel weiter:

„Die Entwicklung ist alarmierend: Jeden Tag schließt eine Bäckerei und eine Fleischerei. Das Handwerk verschwindet aus unseren Ortskernen und mit ihm die Möglichkeit, nah am Wohnort frisch einzukaufen. Wir müssen die Arbeitsplätze in der Region und die Vielfalt regionaler Produkte erhalten. Daher müssen wir es Handwerksbetrieben ermöglichen, mit ihrer Verbundenheit zur Region zu werben und regional zu vermarkten. Statt nichtssagender Industriesiegel brauchen wir eine Regionalkennzeichnung, die ihren Namen verdient!“

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