Tressel: Umweltminister muss Regionalvermarktung finanziell besser ausstatten

Die von Umweltminister Jost angekündigte bessere Vernetzung bei der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte in der Großregion muss nach Ansicht des Generalsekretärs der Grünen Saar, Markus Tressel, deutlich besser finanziell unterfüttert werden. Die regionale Wertschöpfung, wozu frische Produkte sowie die leckere Vielfalt regionaler Spezialitäten gehören, schonen nicht nur das Klima, sondern erhalten auch Arbeitsplätze vor Ort.

Tressel: „Im Haushaltsplan der saarländischen Koalition stehen ab 2016 deutlich weniger finanzielle Mittel zur Förderung der Regionalvermarktung zur Verfügung. Die von Umweltminister Jost vorgebrachte bessere Vernetzung und Vermarktung regionaler Produkte in der Großregion ist sicherlich zielführend in Fragen der Logistik und der Umweltbelastung durch Transportwege, allerdings bedarf es hierbei einer deutlich besseren finanziellen Ausstattung der Förderprogramme. Im Haushalt 2016 sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Mittel hierfür vorgesehen, wie geht das mit den Ankündigungen des Ministers zusammen? Hier fordern wir deutliche finanzielle Nachbesserungen. Dazu gehört auch, die Förderung des Ökolandbaus aus den ELER-Mitteln von 9 auf 14 Millionen Euro zu erhöhen. Der saarländische Umweltminister sollte sich diesbezüglich auch dafür einsetzen, dass Bundesprogramme zur Regionalvermarktung ausgebaut und genutzt werden können. Ebenso setzen wir Grüne darauf, Förderschwerpunkte innerhalb der GAK neu auszurichten. 

Es wird hierbei von elementarer Wichtigkeit sein, alle relevanten Produzenten regionaler Produkte, sowohl im Bio- als auch im konventionellen Anbau, sinnvoll und nachhaltig zu vernetzen und an einem Strang ziehen zu lassen. Diese wesentlichen Herausforderungen sollte sich der Umweltminister auf die Fahne schreiben und verstärkt darum kämpfen.“

Print Friendly

Verwandte Artikel