Welttierschutztag 2016: Alternativmethoden für Tierversuche fördern, Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen umsetzen, Wildtiere im Zirkus verbieten

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2016 erklärt die Landesvorsitzende Tina Schöpfer: „Tierschutz ist ein Staatsziel sowohl auf Bundesebene als auch im Saarland. Tiere sollen demnach als Mitgeschöpfe geachtet und geschützt werden. Trotzdem findet das Thema Tierschutz immer noch zu wenig Beachtung. So steigt die Zahl der Tierversuche seit Jahren bundesweit und auch im Saarland. Die saarländische Landesregierung muss hier endlich ihrem Verfassungsauftrag nachkommen und das Staatsziel Tierschutz ernst nehmen. Wir fordern die Landesregierung auf, genügend Mittel bereitzustellen, um pharmazeutische Alternativmethoden zu entwickeln.

Handlungsbedarf besteht auch bei der im Mai von der Landesregierung angekündigten Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen, die sich draußen frei bewegen („Freigänger“). Wir fordern die Landesregierung auf, dieses Vorhaben zügig umzusetzen. Durch die Kennzeichnungspflicht per Chip können entlaufene Tiere schnell ihren Besitzer*innen zugeordnet werden und durch Infektionskrankheiten ausgelöstes Katzenleid verhindert werden.

Auch auf Bundesebene muss der Tierschutz dringend verbessert werden. Dazu gehört eine grundlegende Überarbeitung des Tierschutzgesetzes mit besseren Standards für die Tierhaltung, strengeren Strafen bei Verstößen und wirkungsvolleren Strukturen. Die Landesregierung muss gegenüber der Bundesregierung außerdem darauf drängen, dass das Verbot von Wildtieren im Zirkus, das vom Bundesrat beschlossen wurde, endlich umgesetzt wird.“

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