Grüne fordern mehr preisgünstigen Wohnraum im Saarland

Tressel: Zuschussmodell für den sozialen Wohnungsbau einführen

Die deutsche Immobilienwirtschaft hat heute die Bundesregierung aufgefordert, mehr Unterstützung für den Bau bezahlbarer Wohnungen zu gewähren. Auch im Saarland ist die bisherige Förderpraxis nicht zielführend und muss nach Ansicht der saarländischen Grünen dringend überarbeitet werden. Im Saarland mangele es an preisgünstigem Wohnraum für sozial schwächere Menschen.

„Die Landesregierung muss dringend mehr finanzielle Anreize für Unternehmen schaffen, damit diese in den sozialen Wohnungsbau investieren. Die bisherige Förderpraxis mit Vergabe zinsverbilligter Darlehen hat sich als nicht zielführend erwiesen. Nach dem Vorbild anderer Bundesländer muss auch das Saarland endlich Zuschüsse für die Einrichtung von Sozialwohnungen gewähren“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar. Die hohe Grunderwerbssteuer, aber auch hohe Grundsteuern, sorgten dafür, dass sich Sozialwohnungen kaum noch refinanzieren ließen.

Der Bedarf an solchem Wohnraum steige insbesondere durch den demografischen Wandel, der mit einer wachsenden Altersarmut einhergehe. Tressel: „Das Saarland ist davon besonders betroffen. Schon heute liegt das Armutsrisiko nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von über 65-Jährigen hierzulande mit 20 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt von 14,4 Prozent. Das bedeutet, wir brauchen dringend mehr Investitionen sowohl in die Sanierung von bestehenden als auch in den Bau von neuen Wohnungen mit Sozialbindung.“

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