Grüne fordern Katzenschutzverordnung

Schöpfer: Landesregierung muss endlich Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen einführen

Als Reaktion auf die Aussagen des Deutschen Tierschutzbunds, dass in Deutschland bereits etwa zwei Millionen Straßenkatzen vegetieren, hat Grünen-Landeschefin Tina Schöpfer die Große Koalition erneut aufgefordert, endlich eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen einzuführen.

Schöpfer erklärt dazu: „Eine Kastrationspflicht für Katzen, die sich draußen frei bewegen („Freigänger-Katzen“), ist wichtig, um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern und Infektionskrankheiten einzudämmen. Laut dem Deutschen Tierschutzbund stammt jede Straßenkatze von einer Hauskatze ab. Diese Straßenkatzen sind oft nicht vermittelbar, da sie nicht mehr an den Menschen gewöhnt werden können. Dieses tausendfache Tierleid könnte im Saarland vermieden werden, wenn die Landesregierung handeln statt nur ankündigen würde. Bereits im Mai 2016 hatte sie im Umweltausschuss berichtet, die Einführung einer Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht, die nach einer Änderung des Tierschutzgesetzes im Juli 2013 möglich ist, auch im Saarland zu prüfen und eine Katzenschutzverordnung zu erarbeiten. Die alarmierenden Zahlen des Deutschen Tierschutzbundes machen deutlich, dass es an der Zeit ist zu handeln. Die Katzenschutzverordnung, die auch eine Kennzeichnungspflicht beinhalten sollte, um entlaufende Tiere ihren Besitzer*innen zuordnen zu können, muss nun endlich auf den Tisch!“

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