Grüne fordern Mobilitätsgarantie im SaarVV

Tressel: Fahrgästen endlich Rechte zugestehen

Als Reaktion auf immer wieder auftretende Verspätungen und Ausfälle bei Bussen und Bahnen haben die saarländischen Grünen eine Mobilitätsgarantie im Rahmen des SaarVV angeregt. Grünen-Landeschef Tressel hat betont, man müsse endlich den Fahrgästen bei Verspätungen und Ausfällen entsprechende Rechte zugestehen. Nur wer wisse, dass er im Falle des Falles auch angemessen an sein Ziel gelange, werde freiwillig Busse und Bahnen nutzen. Eine Mobilitätsgarantie sei ein wichtiger Beitrag für mehr Verlässlichkeit und damit für einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr im Saarland.

„Verspätungen und Ausfälle von Busse und Bahnen sind im Saarland keine Seltenheit. Immer wieder verpassen Fahrgäste deshalb wichtige Termine oder kommen im Extremfall abends gar nicht mehr nach Hause. Gesetzliche Fahrgastrechte wie im Eisenbahnverkehr gibt es bei Bussen und Straßenbahnen im Nahverkehr gar nicht“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar. Bei Verspätungen und Ausfällen seien die Fahrgäste weitestgehend rechtlos und blieben auf der Strecke.

Die Fahrgäste müssten sich darauf verlassen können, dass sie auch angemessen an ihr Ziel kämen. Tressel: „Wir brauchen auch im Saarland dringend eine Mobilitätsgarantie. Ein Vorbild kann Nordrhein-Westfalen sein. Wenn sich Bus oder Bahn dort mindestens 20 Minuten verspäten, können sich die Fahrgäste ein Taxi nehmen und bekommen die Kosten erstattet.“ Wer mehr Fahrgäste für Busse und Bahnen wolle, müsse auch Verlässlichkeit bieten. Tressel: „Verkehrsministerin Rehlinger muss auch im Saarland zügig eine Mobilitätsgarantie auf den Weg bringen. Dies ist eine Grundvoraussetzung für einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr.“

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