Glyphosat im Gleisbereich nicht mehr ausbringen

Tressel: Vegetationskontrolle verstärkt durch mechanische und thermische Verfahren sicherstellen

Anlässlich der geplanten Ansiedlung von Bienen entlang von Gleisanlagen im Saarland fordern die saarländischen Grünen den Herbizideinsatz im Gleisbereich deutlich einzuschränken und auf das vermutlich krebserregende Glyphosat ganz zu verzichten. Herbizide, insbesondere Glyphosat, seien bienen- und gesundheitsgefährdend.

„Die Ansiedlung von Bienen entlang von Gleisanlagen ist ein richtiger Schritt, um den Bienenbestand im Saarland zu stabilisieren und ihrem zunehmenden Nahrungsmangel entgegegenzuwirken. Jedoch muss die Ansiedlung von Bienen auch mit einer deutlichen Einschränkung des Herbizideinsatzes in Gleisbereichen, insbesondere mit dem Verzicht von Glyphosat, einhergehen. Das zur Vegetationskontrolle ausgebrachte Glyphosat gefährdet die Bienen entlang der Gleisanlangen und nicht zuletzt auch den Menschen, indem es sowohl Grundwasser wie auch den produzierten Honig belasten kann“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Eisenbahninfrastrukturbetreiber müssten zur Vegetationskontrolle verstärkt auf mechanische und thermische Verfahren setzen. Tressel: „Eisenbahnbundesamt und Landwirtschaftskammer haben in ihrer Genehmigungspraxis dafür Sorge zu tragen, dass der im Pflanzenschutzgesetz normierte Gesundheitsschutz von Mensch und Tier auch ernst genommen wird und daher den Herbizideinsatz auf Gleisanlagen deutlich zurückzuführen und Glyphosat gar nicht mehr genehmigen.“

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