Europäischer Tag der Lohngleichheit: Ungerechtigkeit nicht weiter hinnehmen!

Schöpfer fordert Landesprogramm gegen Einkommensunterschiede

Anlässlich des heutigen Europäischen Tags der Lohngleichheit haben die saarländischen Grünen die Landesregierung erneut aufgefordert, ein Landesprogramm gegen Einkommensunterschiede aufzulegen. Es soll Frauen sowohl Möglichkeiten in zukunftsreichen Berufen mit besonders guten Verdienstmöglichkeiten aufzeigen und als auch dafür sorgen, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen. Über den Bundesrat müsse sich die Landesregierung außerdem dafür einsetzen, dass endlich das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ umgesetzt werde. Grünen-Landeschefin Tina Schöpfer erklärt dazu:

„Heute ist der Europäische Tag der Lohngleichheit. Konkret bedeutet dies, dass bis zum Ende des Jahres Frauen in der Europäischen Union quasi umsonst arbeiten. Nach aktuellen Zahlen der Europäischen Kommission liegt der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn von Frauen in Europa derzeit 16,2 Prozent unter dem der Männer. Damit arbeiten Frauen mehr als 16 Prozent des Jahres unentgeltlich. In Deutschland ist dieser Wert mit 21,5 Prozent besonders hoch, der dritthöchste in der EU! Die Gründe sind vielschichtig. So werden Berufe, die vornehmlich von Frauen ergriffen werden, oft schlechter vergütet. Diese mittelbare Diskriminierung muss endlich aufhören. Wieso soll eine Altenpflegerin zum Beispiel weniger verdienen als ein Techniker? Das ist schlichtweg ungerecht.

Wir fordern die Landesregierung daher auf, über den Bundesrat darauf hinzuwirken, dass gleiche und gleichwertige Arbeit endlich gleich bezahlt wird. Das Entgelttransparenzgesetz reicht dafür nicht aus. Des Weiteren muss die Landesregierung ein umfassendes Programm gegen Einkommensunterschiede auflegen. Ziel muss dabei auch sein, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen, denn auch hier liegt ein Grund für die Einkommensunterschiede. Ein erster Schritt sollte dabei die Einführung einer Frauenquote im öffentlichen Dienst des Landes und der Kommunen sein.“

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