Kalksteinbruch: Erweiterung unverzüglich stoppen

Tressel: Erweiterungspläne ökologisch und ökonomisch unverantwortlich

Die Saar-Grünen fordern Umweltminister Jost nachdrücklich auf, die Erweiterungspläne für den Kalksteinbruch im Bliesgau unverzüglich zu stoppen. Grünen-Landeschef Tressel betont, eine Erweiterung des Steinbruchs im Biosphärenreservat Bliesgau um 27 Hektar auf fast das Vierfache der bisherigen Größe sei ökologisch wie ökonomisch unverantwortlich. Die Leitgedanken der Biosphäre würden mit Füßen getreten. Umweltminister Jost dürfe auch die berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger aus Rubenheim, Wolfersheim und Erfweiler-Ehlingen nicht länger ignorieren. Wer die Erweiterung zulasse, betreibe eine Politik gegen Mensch und Umwelt.

„Eine Erweiterung des Kalksteinbruchs bei Rubenheim im Biosphärenreservat Bliesgau von derzeit zehn um 27 auf dann 37 Hektar gefährdet die umliegende Flora und Fauna massiv. Der Steinbruch liegt nämlich in unmittelbarerer Nähe zu einer Kernzone des Biosphärenreservats mit Natur- und Vogelschutzgebieten. Eine Erweiterung in dieser Dimension ist ökologisch völlig unverantwortlich“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Auch ein weiterer Leitgedanke der Biosphäre, das nachhaltige Wirtschaften, werde mit Füßen getreten. Tressel: „Bei einer Erweiterung um fast das Vierfache kann von nachhaltigem Wirtschaften im Sinne des Biosphärengedanken keine Rede mehr sein.“ Vielmehr schädige dies die stark am Tourismus orientierte Wirtschaft des Bliesgaus. „Ein Groß-Steinbruch würde das charakteristische Landschaftsbild unwiederbringlich zerstören. Dies würde dem Tourismus einen Bärendienst erweisen. Immerhin ist der Tourismus mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, an dem Arbeitsplätze und Existenzen hängen.“

Der Grünen-Politiker fordert Umweltminister Jost daher auf, die Erweiterung des Kalksteinbruchs unverzüglich zu stoppen. Tressel: „Umweltminister Jost ist in der Verantwortung, für die Tier- und Pflanzenwelt und die positive touristische Entwicklung des Biosphärenreservats zu handeln – aber auch für die Menschen in Rubenheim, Wolfersheim und Erfweiler-Ehlingen, die durch eine deutlich steigende Belastung von Lärm und Staub in ihren Orten betroffen wären. Eine Politik gegen Mensch und Umwelt darf es nicht geben.“

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