Wasserkanäle: Kanalkontrolle gesetzlich sicherstellen

Tressel: Wasserpreisanstieg verhindern und Trinkwasser schützen

Als Reaktion auf den massiven Investitionsstau im saarländischen Trink- und Abwasserkanalsystem drängen die Saar-Grünen auf eine Eigenkontrollverordnung des Landes, um den Sanierungsbedarf des Kanalsystems regelmäßig zu ermitteln und Prioritäten für Baumaßnahmen festzulegen. Grünen-Landeschef Tressel betonte, regelmäßige Kontrolle und Wartung verhindere einen Investitionsstau und vermeide höhere Wasserpreise. Zugleich werde der Grund- und Trinkwasserschutz gestärkt. Leckagen in Abwasserkanälen bedrohten regelmäßig das Trinkwasser.

„Der Sanierungsstau der Trink- und Abwasserkanäle in den Städten und Gemeinden ist enorm. Offenbar ist jeder siebte Kanalkilometer dringend sanierungsbedürftig und insgesamt eine dreistellige Millionensumme notwendig, um das Trink- und Abwassersystem instand zu setzen. Die Folge: Es kommt immer wieder zu massiven Zwischenfällen durch marode Kanäle“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Obwohl das Problem lange bekannt sei, werde oft abgewartet und nichts unternommen . Tressel: „Offenbar gilt bei den Wasserkanälen das Motto, nur wahr ist das, was man oben sieht. Die Folgen der Vernachlässigungs-Politik werden aber früher oder später für Menschen spürbar: Höhere Wasserpreise, wenn man nicht mehr um eine Sanierung herumkommt, sowie verunreinigtes Grund- und Trinkwasser durch Leckagen in Abwasserkanälen.“

Die Kommunen müssten gemeinsam mit der Landesregierung endlich gegensteuern. Tressel: „Die Landesregierung muss dringend eine Eigenkontrollverordnung auf den Weg bringen, damit die Betreiber von Abwasseranlagen den Zustand ihrer Anlagen regelmäßig überprüfen und ihre Funktionstüchtigkeit sicherstellen müssen. Zugleich braucht es ähnlich wie in Rheinland-Pfalz Investitionsmittel des Landes, damit der Wasserpreis langfristig stabil bleiben kann“

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