Hitze und Trockenheit: Saar-Grüne fordern konsequente Wasserpolitik und endlich aktuelle Daten

Nach wochenlanger Trockenheit und einer Rekord-Hitzewelle weist der UFZ-Dürremonitor auf eine starke Dürre im Saarland hin. [1] Für die kommenden Tage ist eine weitere Hitzewelle und Trockenheit vorhergesagt. Für Bündnis 90/Die Grünen Saarland ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass das Land beim Wassermanagement schneller handeln muss.

Die stellvertretende Landesvorsitzende Anne Lahoda sagt: „Die aktuelle Trockenheit führt uns vor Augen, dass Wasser zu einer der wichtigsten Zukunftsfragen für das Saarland geworden ist. Wenn Böden austrocknen und Wasser fehlt, dürfen politische Entscheidungen nicht auf veralteten oder nicht ausreichend aktuellen Datengrundlagen beruhen. Wir brauchen aktuelle, wissenschaftlich belastbare Zahlen zur Grundwasserneubildung als Grundlage für Genehmigungen und den Schutz unserer Wasserressourcen.“

Bereits seit Jahren kritisieren die Saar-Grünen, dass zentrale Entscheidungen zur Wasserbewirtschaftung auf veralteten bzw. nicht ausreichend nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft fortgeschriebenen Berechnungen zur Grundwasserneubildung basieren. Angesichts immer häufigerer Dürreperioden sei das nicht länger vertretbar.

Mit dem Masterplan „Zukunftssichere Wasserversorgung im Saarland 2040“ liegen inzwischen zahlreiche Hinweise auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vor: Investitionsstau in den Leitungsnetzen, Fachkräftemangel, fehlende Verbundstrukturen zwischen Wasserversorgern und die Notwendigkeit, die Datengrundlagen zur Grundwasserneubildung endlich zu aktualisieren. Der Masterplan benennt diese Aktualisierung ausdrücklich als wichtige Handlungsempfehlung.

„Der Schutz unserer Wasserressourcen ist weit mehr als die Sicherung der Trinkwasserversorgung. Er entscheidet über die Zukunft unserer Landwirtschaft, unserer Gewässer und unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Gerade jetzt braucht das Saarland eine Wasserpolitik, die vorausschauend handelt und die Folgen der Dürre konsequent berücksichtigt. Ministerin Berg muss das Thema endlich anpacken“, so Anne Lahoda.

Die Saar-Grünen fordern die Landesregierung auf, die wasserwirtschaftlichen Grundlagen endlich nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft fortzuschreiben, den Ausbau einer krisenfesten Wasserinfrastruktur voranzutreiben und den Gewässer- und Grundwasserschutz als Kernaufgabe der Klimaanpassung zu behandeln. Nur so lasse sich die Versorgung von Bevölkerung, Landwirtschaft und Wirtschaft langfristig sichern.

[1] https://www.ufz.de/index.php?de=37937