Waldbrände im Saarland: Dillschneider fordert Maßnahmenpaket zur Waldbrandvorsorge

Angesichts des Waldbrandes in Illingen fordern die Saarländischen Grünen mehr Anstrengungen bei der Waldbrandvorsorge und eine konsequente Anpassung der saarländischen Wälder an die Folgen der Klimakrise.

„Unser Dank gilt den Einsatzkräften und dem Innenministerium für ihren Kampf gegen das Feuer“, so Jeanne Dillschneider, MdB und Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Saar. „Es war gut, dass der Innenminister schnell vor Ort war und die Hubschrauber aus Hessen und Bayern so schnell angefordert werden konnten. Die Brände der vergangenen Wochen sind ein Warnsignal. Trotz der Waldbrände und steigenden Hitzetoten nimmt der Bundeskanzler das Thema Klimaschutz immer noch nicht ernst. Jetzt muss das Land politisch alles dafür tun, um die Klimakrise aufzuhalten und einheitliche Klimaanpassungskonzepte in den Kommunen sicherstellen.“

Die Landesregierung müsse jetzt ein Maßnahmenpaket zum verstärkten Schutz des Waldes auf den Weg bringen. „Wir müssen Wasser wieder stärker in unseren Wäldern halten, statt es möglichst schnell aus der Landschaft abzuleiten. Entwässerungsgräben müssen dort, wo es ökologisch sinnvoll ist, zurückgebaut, während Moore und Feuchtgebiete geschützt und Böden so bewirtschaftet werden müssen, dass sie Wasser aufnehmen können. Gleichzeitig müssen wir den Umbau hin zu vielfältigen, naturnahen und klimaangepassten Mischwäldern vorantreiben. Ein gesunder, feuchter Wald ist der beste vorbeugende Waldbrandschutz.“

Neben einer klimaangepassten Forstwirtschaft müsse auch der Katastrophenschutz auf das steigende Risiko vorbereitet werden. Dazu Dillschneider: „Wir fordern eine moderne Ausstattung der Feuerwehr mit Technik zur Früherkennung. Außerdem muss der Katastrophenschutz stärker auf mögliche Waldbrände ausgerichtet werden. Die Kombination aus extremer Hitzebelastung und langen Einsatzzeiten stellt Einsatzkräfte bei Waldbränden vor besondere körperliche Herausforderungen.“

Auch der Bund sei hier gefordert: „Der Bund kann durch Katastrophenhilfe seine eigenen Krisenbewältigungsressourcen in die Bewältigung von Katastrophen einbringen. Der Einsatz in Illingen zeigt, dass die Strukturen bereits gut funktionieren. Im Rahmen einer nationalen Feuermanagementstrategie, die auch Prävention und Einsatzvorbereitung umfasst, können Bundesländer wie das Saarland noch besser unterstützt werden. “