Die Zahl der körperlichen Übergriffe auf Beschäftigte von DB Regio im Saarland ist deutlich gestiegen. Zwischen Januar und Juli 2026 wurden nach Angaben der Deutschen Bahn 17 Übergriffe und damit fünf mehr als im Vorjahreszeitraum registriert. Die Saar-Grünen fordern angesichts dieser Entwicklung eine stärkere Präsenz der Bundespolizei an Bahnhöfen und in Regionalzügen.
Dazu erklärt Jeanne Dillschneider, MdB und Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Saar: „Wer im Zug arbeitet, muss sich darauf verlassen können, seinen Beruf sicher auszuüben. 17 körperliche Übergriffe innerhalb von sieben Monaten allein im Saarland sind ein alarmierendes Signal. Spätestens seit dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter zwischen Landstuhl und Homburg wissen wir, wie schnell eine alltägliche Situation eskalieren kann. Wir dürfen Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Verkehr nicht hinnehmen.“
Die geplante Ausweitung der Bodycams mit Tonaufzeichnung sei ein sinnvoller Baustein, könne eine stärkere Polizeipräsenz aber nicht ersetzen: „Freiwillige Bodycams können deeskalierend wirken und bei der Strafverfolgung helfen. Entscheidend ist aber, dass Beschäftigte im Ernstfall schnelle Unterstützung bekommen. Sicherheit entsteht nicht allein durch Technik, sondern vor allem durch Menschen, die vor Ort eingreifen können.“
Dillschneider fordert, die Präsenz der Bundespolizei im Bahnverkehr deutlich zu erhöhen: „Bundespolizist:innen werden derzeit in erheblichem Umfang durch die stationären Kontrollen an den Grenzen gebunden. Dieses Personal wäre an unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen besser eingesetzt. Wir brauchen wieder deutlich mehr Streifen der Bundespolizei in den fahrenden Regionalzügen und eine sichtbare Präsenz an den Bahnhöfen. Das schützt nicht nur die Zugbegleiter:innen, sondern erhöht die Sicherheit für alle Fahrgäste. Die Bundespolizei muss dort stärker präsent sein, wo Menschen konkret Schutz brauchen. Sicherheit im öffentlichen Verkehr muss deshalb wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.“