Der neue Klimareport des Deutschen Wetterdienstes zeigt nach Ansicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Saar, dass beim Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel keine weitere Zeit verloren werden darf. Die Saar-Grünen fordern die Landesregierung auf, die für das Förderprogramm „Klimaanpassung“ vorgesehenen Mittel deutlich aufzustocken.
Anne Lahoda, Spitzenkandidatin für die Landtagswahl von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Saar, erklärt: „Der Klimareport bestätigt, dass der heiße Sommer und die anhaltende Dürre kein Zufall sind und Klimaanpassung jetzt erfolgen muss. Das Förderprogramm ‚Klimaanpassung‘ der Landesregierung stellt gerade einmal 5 Millionen Euro für zwei Jahre bereit. Damit lassen sich bestenfalls kleine Einzelmaßnahmen umsetzen. Eine spürbare Verbesserung für die Menschen im Saarland ist damit nicht zu erreichen. Zum Vergleich: Für den gleichen Zeitraum sind rund 100 Millionen Euro für den Straßenbau vorgesehen. Die Prioritäten stimmen hier nicht. “
Aus Sicht der Saar-Grünen muss auch im Saarland jetzt in mehr Stadtgrün, Entsiegelung, Schattenplätze sowie einen wirksamen Hitze- und Hochwasserschutz investiert werden. „Viele notwendige Maßnahmen haben längere Planungs- und Umsetzungszeiträume oder brauchen Zeit, um zu wirken. Wir müssen jetzt investieren, damit die Kosten am Ende nicht explodieren. Jeder weiß doch, ein Baum spendet Schatten und kühlt, aber erst, wenn er eine gewisse Größe erreicht hat“, so Lahoda weiter.
Mit Blick auf die Haushaltslage erinnern die Saar-Grünen daran, dass verfügbare Bundesmittel wie beispielsweise für den Hochwasserschutz unbedingt vollständig abgerufen werden müssen. „Hier steht die Landesregierung in der Verantwortung. Wir können es uns nicht leisten, solche Fördermittel nicht abzurufen“, erklärt Lahoda abschließend.