Die Saar-Grünen kritisieren die Ankündigung der SPD, die Einführung der Besoldungsstufe A13 für Grundschullehrkräfte an die politischen Mehrheiten nach der Landtagswahl 2027 zu knüpfen. [1]
Dazu erklärt der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Saar, Volker Morbe: „Wir Saar-Grünen setzen uns seit Jahren für die Einführung von A13 für Grundschullehrkräfte ein. Die längst überfällige Gleichstellung der Grundschullehrkräfte jedoch an das Wahlergebnis 2027 zu koppeln, ist sachlich nicht nachvollziehbar und wirkt wie ein Wahlkampfmanöver. Wer aus einer ohnehin notwendigen bildungspolitischen Entscheidung ein Wahlversprechen macht, verkennt die Bedeutung der Institution Grundschule und die Leistung, die Lehrkräfte täglich erbringen.
Unabhängig davon, wer nach 2027 die Landesregierung stellen wird und wer dann das Bildungsministerium führt, wird das Saarland die Einführung von A13 umsetzen müssen. Die Entwicklung in den anderen Bundesländern macht diesen Schritt längst unausweichlich. Wenn nun auch Rheinland-Pfalz seine Grundschullehrkräfte nach A13 besoldet, kann das Saarland nicht dauerhaft zurückbleiben. In Zeiten des Lehrkräftemangels wäre der Schaden für unsere Schulen viel zu groß. Wer qualifizierte Lehrkräfte gewinnen und halten will, kann es sich nicht leisten, schlechtere Bedingungen anzubieten als die Nachbarländer.
Die SPD sollte deshalb aufhören, eine ohnehin notwendige Entwicklung als künftige politische Großtat zu verkaufen. A13 für Grundschullehrkräfte ist kein Wahlgeschenk, sondern eine bildungspolitische Notwendigkeit. Statt das Thema in den Wahlkampf zu ziehen, braucht es jetzt sofort einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung. Grundschullehrkräfte leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Bildung unserer Kinder. Sie verdienen die gleiche Wertschätzung wie Lehrkräfte anderer Schulformen, und dazu gehört auch eine entsprechende Besoldung.“