Dazu Anne Lahoda, stellvertretende Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Saar: „Dass zentrale Umwelt- und Naturschutzverbände, darunter etwa BUND und NABU, im neuen Klimabeirat nicht vertreten sind und die Besetzung des Gremiums offenbar in einem intransparenten Verfahren erfolgte, ist aus unserer Sicht ein erheblicher Mangel. Ein Gremium, das die Landesregierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Klimaschutzpolitik kritisch begleiten soll, braucht eine nachvollziehbare und breit aufgestellte Zusammensetzung.
Nach unserem Kenntnisstand wurden die relevanten Verbände und Organisationen nicht um die Entsendung von Vertreter:innen gebeten. Stattdessen wurden einzelne Personen direkt ausgewählt. Dieses Vorgehen wirft Fragen nach Transparenz und Unabhängigkeit auf und entspricht nicht dem Beteiligungsanspruch, den ein solches Expertengremium erfüllen sollte.
Gerade Umwelt- und Naturschutzverbände verfügen über langjährige fachliche Expertise im Klima- und Artenschutz. Dass diese Stimmen im Klimabeirat offenbar fehlen, schwächt die Vielfalt der eingebrachten Positionen. Dabei steht außer Frage, dass die Mitglieder des Gremiums über hohe fachliche Kompetenz verfügen und wertvolle Beiträge leisten können. Umso wichtiger ist es jedoch, dass weitere relevante Perspektiven angemessen eingebunden werden.
Damit der Klimabeirat seiner Aufgabe gerecht werden kann, braucht es nicht nur ein transparentes Berufungsverfahren, sondern auch eine Besetzung, die die relevanten gesellschaftlichen Akteur:innen angemessen einbindet. Es bleibt zu hoffen, dass der Klimabeirat seine Rolle als unabhängiges und wirksames Beratungsgremium voll ausfüllen kann. Angesichts der bislang wenig überzeugenden klimapolitischen Bilanz der Landesregierung wird er daran zu messen sein, ob seine Empfehlungen am Ende Gehör finden und in politisches Handeln umgesetzt werden.“