Illegale Beschäftigung legalisieren!

Vor dem Hintergrund der Zunahme von Schwarzarbeit fordern die Grünen von der Landesregierung ein wirksames Handlungskonzept.

Die nunmehr veröffentlichten Zahlen über die aufgedeckte Schwarzarbeit sind alarmierend, der Schaden für die Gesellschaft eklatant und die Not der illegal Beschäftigten schockierend.

Gerade die jüngst bekannt gewordenen Fälle rund um den Ferien- und Freizeitpark am Bostalsee haben sehr deutlich werden lassen, dass jede Kriminalisierung der Betroffenen, auch wenn es nur Ordnungswidrigkeiten sind, zu weiter Ausbeutung führen. Nur in extremen Einzelfällen sind die Betroffenen in der Lage, sich selbst zu wehren und das Schweigen zu brechen.

Genau dies gilt es zu ändern: „Wir erzielen mit der Kriminalisierung von Beschäftigung bei uns auf jeden Fall keine Abschreckende Wirkung in Rumänien, Bulgarien oder sonst wo auf der Welt“, so Claudia Willger, Landesvorsitzende der Saar-Grünen.

Leider lässt sich viel Geld damit verdienen, dass Notlagen von Menschen gezielt ausgenutzt werden und diese dann auf falsche Versprechungen setzen. Wesentlich wirkungsvoller ist es, wenn wir hier für Opfer von Menschenhändlern legale Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen und diese darin unterstützen, gegen die Kontaktpersonen und Hintermänner Anzeige zu erstatten. Ansonsten bewirken wir eine Verschärfung von Armut und Elend und unterstützen indirekt fast risikolose Geschäfte mit der Not von Menschen. Selbst der Deutsche Städtetag hat vor kurzem ein gemeinsames Handlungskonzept angemahnt, effektiv mit europäischer Armutszuwanderung umzugehen.

„Es ist daher dringend an der Zeit, dass die Landesregierung umfassend aktiv wird“, so Claudia Willger abschließend.

 

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