Grüne lehnen Verwaltungskostenbeiträge an den Hochschulen strikt ab

Tressel: Verheerende Entscheidung für den Hochschulstandort Saarland

Die saarländischen Grünen haben Verwaltungskostenbeiträge an den Hochschulen strikt abgelehnt. Diese seien nichts anderes als Studiengebühren durch die Hintertür. CDU und SPD hätten mit ihrer Entscheidung dem Hochschulstandort Saarland einen Bärendienst erwiesen und förderten die soziale Selektion im Bildungsbereich. Grünen-Landeschef Tressel hat CDU und SPD aufgefordert, ihre Fehlentscheidung im Gesetzgebungsprozess zu korrigieren. Vielmehr müsse endlich der rigide Sparkurs gestoppt und die Grundfinanzierung für die Hochschulen deutlich erhöht werden.

„Verwaltungskostenbeiträge sind nichts anderes als Studiengebühren unter einem anderen Namen. Studienbeiträge verschärfen jedoch immer die Selektion im Bildungsbereich nach sozialen Gesichtspunkten, indem es Kinder aus sozial schwächeren Familien deutlich erschwert wird einen Hochschulabschluss zu erlangen. Bildung darf jedoch nicht vom Einkommen der Eltern abhängen“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Die Einführung von Studienbeiträgen sei aber auch eine verheerende Entscheidung für den Hochschulstandort Saarland. Tressel: „Durch Studienbeiträge wird es mit der Attraktivität der Hochschulen im Saarland weiter abwärts gehen. Dabei leiden diese durch den rigiden Sparkurs der Großen Koalition und den massive Sanierungsstau auf dem Universitäts-Campus bereits enorm. Das Saarland braucht jedoch mehr Jugendliche, die sich für ein Studium entscheiden und nicht weniger. Auch kann sich das Land nicht leisten, dass noch mehr junge Menschen abwandern.“

Die Landesregierung müsse vielmehr endlich eine auskömmliche Finanzierung der saarländischen Hochschulen sicherstellen. Tressel weiter: „Die Große Koalition muss endlich ihren rigiden Sparkurs an den Hochschulen stoppen und die Grundfinanzierung deutlich erhöhen sowie Tarif- und Energiekostensteigerungen ausgleichen. Investitionen in die Hochschulen sind eine Investition in die Zukunft des Landes, die sich langfristig amortisiert. CDU und SPD müssen daher ihre Fehlentscheidung im kommenden Gesetzgebungsprozess korrigieren.“

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