Grüne: Automobilindustrie ökologisch modernisieren

Tressel: Fachkräfte an den Hoch- und Berufsschulen ausbilden

Als Reaktion auf den deutlichen Einbruch des Wirtschaftswachstums im Saarland durch Umsatzeinbußen im Fahrzeugbau haben die saarländischen Grünen die Landesregierung aufgefordert, das Saarland zum Vorreiter bei der ökologischen Modernisierung der Automobilindustrie zu machen. Insbesondere müsse die Große Koalition endlich die Ausbildung entsprechender Fachkräfte an den Hoch- und Berufsschulen im Land forcieren. Grünen-Landeschef Tressel hat der Landesregierung vorgeworfen, durch ihre derzeitige Wirtschafts- und Bildungspolitik die Arbeitsplätze in der saarländischen Automobilindustrie zu gefährden.

„Die Industrie- und Handelskammer hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von ehemals 1,5 Prozent auf nur noch ein Prozent zurückgeschraubt, da der Umsatz im saarländischen Fahrzeugbau deutlich eingebrochen ist. Dies macht deutlich, wie wichtig eine florierende Automobilindustrie für das Saarland ist. Gerade durch ihr kritikloses Festhalten am Verbrennungsmotor gefährdet die Landesregierung die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie. Wenn gerade das Saarland als Automobilstandort nicht mutig in der Formulierung von Zielen ist, werden andere diese Lücke schließen und technologisch vorbeiziehen“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Noch gebe es für das Saarland die Chance Vorreiter bei der ökologischen Modernisierung der Automobilindustrie zu werden. Tressel: „Die Landesregierung muss gemeinsam mit der Wirtschaft unverzüglich die Chance ergreifen, um die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie zu sichern. Jetzt müssen im Dialog mit der Automobilindustrie zügig die Rahmenbedingungen für den Wandel weg vom fossilen Verbrennungsmotor geschaffen werden. Dazu gehört insbesondere die Ausbildung von entsprechenden Fachkräften an den Hoch- und Berufsschulen, um die ökologische Modernisierung auch umsetzen zu können und dem ohnehin zu erwartenden Fachkräftemangel zu begegnen. Ein Weiter so, wie es die Landesregierung propagiert, verkürzt diese Zeit unnötig.“

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