Hauptschullehrer: Besoldungsgerechtigkeit zügig herstellen

Tressel: Spielräume im neuen Haushalt zur Erhöhung der Zulage auf 400 Euro nutzen

Als Reaktion auf den Offenen Brief der Interessengemeinschaft der Hauptschullehrer haben die saarländischen Grünen die Große Koalition aufgefordert, zügig Besoldungsgerechtigkeit durch eine Erhöhung der ruhegehaltsfähigen Zulage auf etwa 400 Euro herzustellen. Grünen-Landeschef Tressel hat der Großen Koalition aus CDU und SPD vorgeworfen, diese wolle die bestehende Ungerechtigkeit aussitzen, bis sie sich durch Pensionierungen erübrige. Die Koalition müsse nun zügig das Besoldungsgesetz entsprechend ändern.

„Seit der Abschaffung der Hauptschulen wird in Kauf genommen, dass ausgebildete Hauptschullehrerinnen und –lehrer weniger verdienen als ihre Kolleginnen und Kollegen an den Erweiterten Realschulen und nun an den Gemeinschaftsschulen – und dies, obwohl sie die gleiche Tätigkeit ausüben“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar. Auch mit der vor knapp einem Jahrzehnt eingeführten Zulage von pauschalen 200 Euro konnte die Ungerechtigkeit in der Besoldung bisher nicht behoben werden.

CDU und SPD dürften daher eine gerechte Besoldung der an Gemeinschaftsschulen eingesetzten Hauptschullehrerinnen und –lehrer nicht noch weiter verschleppen. Tressel: „Es drängt sich der Eindruck auf, CDU und SPD wollen die Angleichung der Besoldung so lange hinauszögern, bis sie sich durch anstehende Pensionierungen von alleine erledigt. Der Haushalt darf jedoch nicht auf dem Rücken der Lehrerinnen und Lehrer konsolidiert werden.“ Die Koalition müsse nun zügig für Besoldungsgerechtigkeit sorgen, indem sie die ruhegehaltsfähige Zulage um rund 200 Euro erhöht, um somit den Besoldungsunterschied von etwa 400 Euro auszugleichen. Die vorhandenen Spielräume im neuen Haushalt seien dafür zu nutzen.

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