PCB-Filterung: Zugeständnisse an RAG sind nicht mehr zu halten

Tressel: Umweltminister Jost muss unverzüglich PCB-Filterung anordnen

Nachdem bekannt geworden ist, dass die Filterung von giftigen PCB aus dem Grubenwasser offenbar deutlich schneller, leichter und kostengünstiger möglich ist, als von Landesregierung und RAG behauptet, haben die Saar-Grünen Umweltminister Jost vorgeworfen, die wirtschaftlichen Interessen der RAG vor den Gesundheits- und Umweltschutz zu stellen. Spätestens ab jetzt, so Grünen-Landeschef Tressel, seien jegliche zeitliche Zugeständnisse an die RAG nicht mehr zu rechtfertigen. Umweltminister Jost müsse unverzüglich die PCB-Filterung verbindlich anordnen.

„Wenn erst ein saarländisches Unternehmen daraufhinweisen muss, dass eine Filterung von PCB aus dem Grubenwasser offenbar problemos innerhalb der kommenden sechs Monate möglich ist, dann belegt dies, dass etwas praktisch und technisch geht, was aber offenbar politisch nicht gehen soll. Es wird immer deutlicher, dass Umweltminister Jost die wirtschaftlichen Interessen der RAG vor den Gesundheitsschutz der Bevölkerung stellt“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Umweltminister Jost müsse endlich seiner Verantwortung gegenüber den Menschen und der Umwelt im Land gerecht werden. Tressel: „Das Saarland muss jetzt konsequent handeln und eine PCB-Filterung unverzüglich gegenüber der RAG anordnen. Zeitliche Zugeständnisse an die RAG sind spätestens ab jetzt mehr zu rechtfertigen.“ Die Verharmlosungs- und Verschleppungsstrategie der Landesregierung sei nun endgültig gescheitert.

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