Entpolitisierung des Sports: Bouillon beim Wort nehmen

Tressel: Postenvergabe nach Parteibuch beenden

Die saarländischen Grünen haben Sportminister Bouillon aufgefordert, die Entpolitisierung des Sportes und an der Spitze der Saarland-Sporttoto GmbH schnell umzusetzen. Bouillon hatte zuvor im SR mitgeteilt, dass eine Trennung von Sport und Politik stattfinden müsse und gleichzeitig bei Saarland-Sporttoto auch ein Geschäftsführer ausreichend sei. Dieser späten Einsicht Bouillons müssten deshalb jetzt zügig Taten folgen.

Der Landesvorsitzende der Grünen, Markus Tressel, erklärte dazu: „Nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, merkt jetzt auch der Sportminister, dass CDU und SPD  dem Sport im Saarland mit ihrer Vereinnahmungs- und Selbstversorgungspolitik keinen Gefallen getan haben. Deshalb muss man Bouillon beim Wort nehmen. Wir brauchen einen klaren Schnitt auch bei Saartoto und ein glaubwürdiges Signal, dass es die Landesregierung ernst meint. Ich habe allerdings große Zweifel, dass CDU und SPD bereit sind, hochdotierte Versorgungsposten, die ja immer paritätisch unter den beiden Parteien verteilt wurden, aufzugeben. Es ist jetzt eine Frage der Glaubwürdigkeit, dass Bouillon seinen Worten schnell Taten folgen lässt.“

Zukünftig reiche bei Saartoto auch ein nach fachlichen Kriterien zu besetzender Geschäftsführer völlig aus, so der Grünen-Politiker. „Wenn der zweite abwechselnd von CDU oder SPD beanspruchte Geschäftsführer-Posten wegfällt, steht mehr Geld für sinnvolle kulturelle und soziale Projekte zur Verfügung. Die Vergabe von Spitzenpositionen muss zukünftig alleine an fachlichen Kriterien festgemacht werden.“

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