Grüne drängen auf feste Schulsozialarbeiterstellen an jeder Schule

Tressel: Regierungspläne zur Erweiterung multiprofessioneller Teams völlig unzureichend

Die Saar-Grünen kritisieren die Pläne der Landesregierung, lediglich 500.000 Euro zusätzlich für multiprofessionelle Teams an Schulen bereitzustellen, als völlig unzureichend. Grünen-Landeschef Tressel betont, die Saar-GroKo müsse endlich dafür Sorge tragen, dass an jeder weiterführenden Schule mindestens eine feste Vollzeitstelle für eine Schulsozialarbeiterin bzw. einen Schulsozialarbeiter eingerichtet werde. Nur so könnten die Schulen die Herausforderungen stemmen.

„Die Pläne der Landesregierung, trotz finanzieller Spielräume im neuen Haushalt lediglich 500.000 Euro zusätzlich für die Erweiterung multiprofessioneller Teams an Schulen zur Verfügung zu stellen, sind angesichts der Herausforderungen vor denen die Schulen bei der Inklusion, den Ganztagsschulen sowie der Integration von Schülerinnen und Schülern aus Flüchtlingsfamilien stehen, völlig unzureichend und kommen einen Tropfen auf den heißen Stein gleich“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker fordert CDU und SPD nachdrücklich auf, die Schulsozialarbeit maßgeblich zu stärken. Tressel: „Wir brauchen an jeder weiterführenden Schule endlich eine feste Vollzeitstelle für eine Schulsozialarbeiterin bzw. einen Schulsozialarbeiter, an größeren Schulen auch zwei bis drei. Nur wenn die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter fest in den Schulalltag integriert sind, können sie auch ein Vertrauensverhältnis zu den Schülerinnen und Schüler aufbauen, um ihre wichtige Präventions- und Beratungsarbeit erfolgreich zu leisten. Der übliche stunden- oder tageweise Einsatz von sogenannten Schoolworkerinnen und Schoolworkern hat sich aus zeitlicher, wie auch aus fachlicher Perspektive, als völlig unzureichend erwiesen.“

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