Verkehrsopfer: Grüne fordern Verkehrssicherheits-Aktionsplan

Tressel: Landesregierung bekommt Verkehrsopfer-Zahlen nicht in den Griff

Als Reaktion auf den deutlichen Anstieg der Schwerverletzten im Straßenverkehr und der weiterhin hohen Zahl von 35 Verkehrstoten drängen die Saar-Grünen auf spürbare Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit auf saarländischen Straßen. Grünen-Landeschef Tressel wirft der Landesregierung diesbezüglich Versagen vor. Ihre Vision Zero, 2013 noch als handlungsleitendes Motiv verkündet, entpuppe sich als Luftnummer. Der Grünen-Politiker fordert einen Aktionsplan zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mit einem konkreten Maßnahmenbündel. Notwendig seien mehr bauliche Veränderungen zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten, mehr Tempolimits und mehr Verkehrskontrollen.

„Die Landesregierung bekommt seit Jahren die Verkehrssicherheit auf saarländischen Straßen nicht in den Griff. Ihre Vision Zero, 2013 noch von Innenministerin Bachmann als handlungsleitendes Motiv verkündet, entpuppt sich bei immer noch 35 Verkehrstoten und dem nun deutlichen Anstieg der Schwerverletzten als Luftnummer. Innenminister Bouillon und Verkehrsministerin Rehlinger müssen endlich handeln, damit die Zahl der Verkehrsopfer in den kommenden Jahren signifikant zurückgeht“ sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker fordert einen Verkehrssicherheits-Aktionsplan. Tressel: „Warme Worten, ein paar zusätzliche Verkehrsschilder am Straßenrand und öffentlichkeitswirksame Großkontrollen reichen nicht. Wir benötigen einen interministeriellen Aktionsplan mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog. Unfallschwerpunkte müssen viel konsequenter entschärft werden, wenn notwendig auch durch bauliche Veränderungen. Notwendig sind zudem mehr Tempolimits und Überholverbote, insbesondere für bestimmte Wetter- und Verkehrssituationen. Nicht zuletzt braucht es mehr Verkehrskontrollen und mehr Präventionsarbeit.“

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