Grüne fordern Verbesserungen beim Tierschutz

Hierzu erklärt der Generalsekretär der Saar-Grünen und Bundestagsabgeordnete Markus Tressel: „Wir brauchen mehr und nicht weniger Tierschutz. Dazu leistet die Novelle des Tierschutzgesetzes keinen Beitrag. Der ursprüngliche Entwurf von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner wurde durch zahlreiche Änderungen der Koalitionsfraktionen abgeschwächt, verwässert und ungeniert den Interessen diverser Lobbygruppen geopfert.“

So gebe es kein generelles Verbot des Schenkelbrandes, kein konsequentes Verbot von Qualzuchten und die Ferkelkastrationen sollen noch bis 2019 ohne Betäubung durchgeführt werden dürfen, obwohl schon jetzt Alternativen zur Verfügung stünden. Für wichtige Nutzungsarten wie Puten und Kaninchen wird es weiterhin keine verbindlichen Vorschriften für ihre artgerechte Haltung geben. Tressel: „Das ist beschämend und inakzeptabel.

Die Grünen setzen darauf, dass der Bundesrat seine Verantwortung wahrnimmt, das Gesetz ablehnt und den Vermittlungsausschuss anruft. Der Grünen-Politiker fordert konsequentes Handeln auch von der saarländischen Landesregierung: „Die Große Koalition muss im Bundesrat ein Zeichen setzen. Unser Gesetzentwurf eines neuen Tierschutzgesetzes stellt eine Alternative dar, die dem Konzept des ethischen Tierschutzes verpflichtet ist.“

Der grüne Gesetzentwurf zum download: http://dip21.bundestag.btg/dip21/btd/17/097/1709783.pdf

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