Grüne: Güterverkehr auf die Schiene verlagern

Bahnstrecken im Saarland sichern – Güterbahnhöfe und Gleisanschlüsse notwendig

Anlässlich der Veröffentlichung des Wettbewerbsbericht der Deutschen Bahn, wonach der Güterverkehr auf der Schiene weiter Marktanteile an die Straße verloren habe, fordern die saarländischen Grünen die Große Koalition im Saarland zu einem Umdenken in ihrer Güterverkehrspolitik auf. Dem Wettbewerbsbericht zufolge habe sich der Marktanteil im Schienengüterverkehr von 18 Prozent im Jahr 2015 auf nur noch 17,6 Prozent im vergangenen Jahr reduziert.

„Auch mit dem Schienengüterverkehr im Saarland geht es seit Jahren kontinuierlich bergab. So wurden diverse Bahnstrecken und zahlreiche Gleisanschlüsse stillgelegt. Die noch bestehenden Schienengüterverkehrsstrecken sind stark in ihrem Bestand bedroht. Mit der Schließung von acht Güterbahnhöfen wie Merzig, Bexbach oder Sulzbach und der Bekanntgabe, weitere vier Güterbahnhöfe wie beispielsweise St. Wendel gar nicht mehr anzufahren, erreichte diese Entwicklung im vergangenen Jahr einen neuen Höhepunkt“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Die Landesregierung müsse endlich dafür Sorge tragen, dass wieder mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagert werde und in ihrer Güterverkehrspolitik endlich umdenken. Tressel: „Die Bahnstrecken im Land müssen langfristig gesichert werden. Wir benötigen zudem mehr leistungsfähige Güterbahnhöfe zum Umschlagen und Laden sowie ein Förderprogramm für Gleisanschlüsse, damit Unternehmen wieder einen einfacheren Zugang zum Schienennetz bekommen. Verkehrspolitische Fehlentscheidungen der Großen Koalition zulasten des Schienengüterverkehrs wie die Zulassung von Lang-LKW auf saarländischen Straßen müssen rückgängig gemacht werden.“

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