Grüne: Abschaltung Cattenoms muss auf Agenda der neuen Bundesregierung

Tressel: Kramp-Karrenbauer und Altmaier müssen Initiative für Cattenom-Abschaltung bei Verhandlungen unterstützen

Als Reaktion auf die von Greenpeace neu festgestellten Sicherheitsrisiken beim Atomkraftwerk Cattenom und den heute bekannt gewordenen Störfall, haben die saarländischen Grünen die beiden saarländischen CDU-Vertreter bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen, Kramp-Karrenbauer und Altmaier, nachdrücklich aufgefordert, Verhandlungen über die Abschaltung des Atomkraftwerks in Cattenom in möglichen Jamaika-Gesprächen zu forcieren.

„Die Bundesregierung muss endlich bilateral mit Paris verhandeln, um die Pannenreaktoren in Cattenom endlich stillzulegen. Im Zweifel muss Deutschland nicht nur mit Energiewende-Knowhow helfen, sondern auch wie Luxemburg Hilfe beim Rückbau der Anlage anbieten. Bundesminister Altmaier hat als Mitglied der Bundesregierung seit Jahren keine ernsthafte Anstrengung unternommen, überhaupt eine Verhandlungsbasis mit Frankreich in dieser Frage zu schaffen“, erklärt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Altmaier und Kramp-Karrenbauer als saarländische CDU-Vertreter bei den anstehenden Jamaika-Koalitionsverhandlungen müssten nun ernsthaft für die Schließung von Cattenom mitkämpfen. Tressel: „Das Wegducken bei Altmaier und Kramp-Karrenbauer muss endlich ein Ende finden. Bei möglichen Koalitionsverhandlungen müssen sie sich endlich auch für Verhandlungen mit Frankreich über die Abschaltung von Cattenom stark machen. Derzeit gibt es auch auf französischer Seite eine realistische Chance mindestens für ergebnisoffene Gespräche, da der neue französische Umweltminister ein expliziter Atomgegner ist.“

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