Agrarministerkonferenz: Insektengiftverbot auf den Weg bringen

Tressel: Umweltminister Jost muss sich für Totalverbot von Neonicotinoiden stark machen

Anlässlich der in dieser Woche stattfindenden Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf fordern die Saar-Grünen die Agrarminister von Bund und Ländern auf, zügig ein Totalverbot der für Insekten hochgefährlichen Gifte aus der Gruppe der Neonicotinoide auf den Weg zu bringen und damit dem Vorbild Frankreichs zu folgen. Grünen-Landeschef Tressel erwartet von Umweltminister Jost beim Insektenschutz endlich konkrete Taten. Lediglich öffentlichkeitswirksam Bienenweiden einzuweihen, greife angesichts des dramatischen Insektensterbens zu kurz.

„Insektengifte aus der Gruppe der Neonicotinoide lähmen oder töten Insekten bereits in geringen Mengen. Frankreich hat zum 1. September nun fünf Insektengifte aus der Gruppe der Neonicotinoide verboten. Damit geht Frankreich einen entscheidenden Schritt weiter als die Europäische Union, die lediglich drei Insektengifte aus dieser Gruppe verboten hat und dies auch nur im Freiland. In Gewächshäusern dürfen alle Neonicotinoide aber weiterhin verwendet werden, so auch in Deutschland“, sagt Markus Tressel MdB, Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Poilitiker hat Umweltminister Jost aufgefordert, gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Bund und Ländern zügig ein umfassendes Verbot dieser Insektizide auf den Weg zu bringen. Tressel: „Lediglich öffentlichkeitswirksam Bienenweiden anzulegen, greift angesichts des dramatischen Insektensterbens zu kurz. Umweltminister Jost muss endlich seiner politischen Verantwortung nachkommen und sich auf der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf für ein umfassendes Neonicotinoid-Verbot stark machen. Was in einem Agrarland wie Frankreich geht, muss erst recht in Deutschland möglich sein.“

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