Talbrücken-Sperrung: Rehlinger muss verkehrsregelnd einschreiten

Meyer-Gluche: Transit-LKW verbindlich umleiten und Durchfahrtsverbot auf Ausweichrouten erlassen

Anlässlich der Bauarbeiten an der Bischmisheimer Talbrücke drängen die Saar-Grünen auf eine verbindliche Umleitung des Transit-Schwerlastverkehrs über die Autobahn 8 und ein entsprechendes Durchfahrtsverbot auf Ausweichrouten, wenn künftig wegen Brückenarbeiten auf der Autobahn 6 Sperrungen notwendig werden. Grünen-Generalsekretärin Meyer-Gluche wirft Verkehrsministerin Rehlinger vor, trotz der Erfahrungen aus der Zeit der Großsperrung der Fechinger Talbrücke bisher weder ein Durchfahrtsverbot für Transit-LKW auf Ausweichstrecken angeordnet, noch eine verbindliche Umleitungsstrecke über die Autobahn 8 für Sperrungszeiten ausgewiesen zu haben. Angesichts der anstehenden jahrelangen Brückenarbeiten brauche es konkrete und fertige Pläne für kurzfristige verkehrsregelnde Maßnahmen, um bei Sperrungen wie derzeit Gesundheit und Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner entlang von Ausweichrouten zu schützen.

„Die Bauarbeiten an der Bischmisheimer Talbrücke und die damit verbundene Teilsperrung der Brücke sind vermutlich nur ein kleiner Vorgeschmack auf jene Verkehrseinschränkungen, die im Rahmen der Abriss- und Neubaumaßnahmen von Grumbachtalbrücke und Fechinger Talbrücke in den kommenden Jahren wohl noch zu erwarten sind. Trotzdem hat Verkehrsministerin Rehlinger für Brückensperrungen bis heute weder ein Durchfahrtsverbot für Transit-LKW auf Ausweichrouten, noch eine verbindliche Umleitungsstrecke über die Autobahn 8 ausgewiesen. Offenbar gab es auch keine Gespräche mit Frankreich für die Umleitung des deutsch-französischen Transitverkehrs weiter über die N33 zur A4 bei Metz“, sagt Barbara Meyer-Gluche, Generalsekretärin von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Dabei sei das LKW-Problem spätestens seit der Großsperrung der Fechinger Talbrücke vor mittlerweile fast drei Jahren bekannt. Meyer-Gluche: „Immer dann, wenn es wegen der Talbrücken zwischen Saarbrücken und St. Ingbert zu Verkehrseinschränkungen kommt, berichten Anwohnerinnen und Anwohner von der Fechinger Heringsmühle bis nach Blieskastel und Webenheim von starken LKW-Ausweichverkehren durch ihre Orte. Allerdings ist bis heute außer warme Worte nichts passiert. Dabei ist klar: LKW-Lärm macht krank und senkt nicht zuletzt auch die Lebensqualität der Menschen.“

Die Grünen-Politikerin fordert Verkehrsministerin Rehlinger auf, im Rahmen der Brückenarbeiten verkehrsregelnd zum Schutz der Anwohner einzuschreiten. Meyer-Gluche: „Wenn im Zuge der anstehenden Bauarbeiten Sperrungen oder Teilsperrungen notwendig werden, muss Verkehrsministerin Rehlinger verkehrsregelnd einschreiten. Wir brauchen in diesen Fällen eine verbindliche Umleitung der Transit-LKW über die A8 und zugleich ein Durchfahrtsverbot für Transit-LKW auf Ausweichrouten, insbesondere zwischen der Heringsmühle und St. Ingbert bzw. Blieskastel-Webenheim. Ein Weiter so auf dem Rücken der Anwohnerinnen und Anwohner nach dem Motto Augen zu und durch darf es nach den Erfahrungen der Großsperrung der Fechinger Talbrücke nicht geben.“

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