Weiter gegen die Diskriminierung nicht-heterosexueller und transsexueller Menschen kämpfen!

Zum zwölften Mal findet am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie statt. Anlässlich des Aktionstags, der auf die Diskriminierung von nicht-heterosexellen und transsexuellen Menschen aufmerksam macht, erklärt Tina Schöpfer, Landesvorsitzende der Saar-Grünen:

„Leider werden auch in Deutschland immer noch Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert. Teilweise sind sie sogar physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt. Die Studie zu Coming-out und Diskriminierungserfahrungen des Deutschen Jugendinstituts zeigt, dass Ausgrenzung und Inakzeptanz am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Freizeit und sogar innerhalb der eigenen Familie stattfinden.

Trotzdem verhindern CDU und SPD in Bund und Land weiterhin, dass die Rechte von nicht-heterosexuellen und transsexuellen Menschen gestärkt werden. Auf unsere Initiative hin wurde die saarländische Verfassung dahingehend geändert, dass niemand wegen seiner oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Wir sind damit einen wichtigen und notwendigen Schritt gegangen, um der Diskriminierung entgegenzutreten. CDU und SPD, die dieser Verfassungsänderung zugestimmt haben, müssen endlich tätig werden und dürfen sich nicht weiter gegen die Öffnung der Ehe stellen. Wir hoffen, dass der im Koalitionsvertrag angekündigte Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie bald konkret geschrieben wird und dort auch die Ehe für alle festgehalten wird. Alles andere wäre reine Augenwischerei, um davon abzulenken, dass doch alles beim Alten bleibt, weil man sich nicht einigen kann.“

Auch die Diskriminierung bei der Finanzierung der künstlichen Befruchtung bei lesbischen Paaren muss aus Sicht der Grünen endlich beendet werden. Weitere Forderung der Grünen ist ein neues Gesetz für transsexuelle Menschen, dass ihnen ihre Selbstbestimmung ermöglicht. „Das Verfahren zur Änderung der Vornamen und der Geschlechtszugehörigkeit muss vereinfacht werden und soll nur noch vom Geschlechtsempfinden der Antragstellenden abhängig sein. Dazu hat die Grüne Bundestagsfraktionen einen Gesetzesentwurf vorgelegt“, so Schöpfer.

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